1. Andrasch Starke (81 Siege): Der mehrfache Champion und Stalljockey am Asterblüte-Stall von Trainer Peter Schiergen ist wohl der populärste deutsche Jockey. Der 39-Jährige gewann im Jahr 2012 im Inland ganze neun Gruppe-Rennen. Auf Gruppe I-Ebene triumphierte er mit Girolamo im Preis von Europa, mit Pastorius im Dallmayr-Preis und natürlich mit Danedream im Großen Preis von Baden, mit der er auch erneut im internationalen Turf-Geschehen auf sich aufmerksam machen konnte. Im Juli gewann er in Ascot mit der Lomitas-Tochter die „King George Stakes“, die ebenfalls zur Gruppe I zählen. Durch die Quarantäne auf der Kölner Rennbahn verpasste Starke allerdings auch die große Chance, mit Danedream den Titel im Prix de l’Arc de Triomphe zu verteidigen.
2. Filip Minarik (72): Der gebürtige Tscheche errang in der Saison 2011 sein zweites Championat nach 2005, als er sich in einem langen Kampf gegen Alexander Pietsch behauptete, wobei sein Titel erst am letzten Renntag zu Silvester in Neuss feststand. Auch 2012 reichte es wieder zu einer Top-Platzierung. Minarik ist einer der fleißigsten Jockeys in der Szene der deutschen Sattelkünstler und seit langen Jahren zweiter Mann hinter Andrasch Starke am großen Asterblüte-Stall von Trainer Peter Schiergen in Köln. Da er auch leichte Gewichte in den Sattel bringen kann und kaum einen Renntag, auch in den Neuen Bundesländern, auslässt, ist er stets einer der Jockeys mit den meisten Ritten überhaupt. 2012 avancierte er außerdem zum belgischen Jockey-Champion.
3. Adrie de Vries (68): Der „fliegende Holländer”, der in seiner Heimat einst zum Jahrhundert-Jockey gewählt wurde, hat als Privatjockey des Gestüt Schlenderhans einen der populärsten Jockey-Jobs des Landes. Der Vollprofi hat auch viel Auslandserfahrung, schon in jungen Jahren orientierte er sich im Winter nach Asien. Dort ist er auch jetzt in den kalten Monaten tätig, Jahr für Jahr ist er einer der erfolgreichsten Reiter bei den hochdotierten Rennen im Wüstenstaat Katar, in diesem Winter agierte er mit Erfolg in Dubai.
4. Alexander Pietsch (62): Der Vize-Champion des Vorjahres landet 2012 auf Rang vier. Er hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich bis zur absoluten Spitze der deutschen Jockeys hochgearbeitet, agiert mit ähnlichem Einsatz und Engagement wie Minarik und hat als Jockey am Stall von Waldemar Hickst in Köln eines der erfolgreichsten Quartiere des Landes im Rücken. Pietsch reitet nicht unbedingt spektakulär, ist aber stark im Endkampf und längst einer der gefragtesten Reiter im deutschen Turf.
5. Maxim Pecheur (57): Was für ein Jahr für den jungen Reiter, der besonders in der ersten Hälfte der letzten Saison zu zahlreichen Volltreffern kam. Natürlich profitierte er damals auch noch von der Erlaubnis, kommt aber auch ohne diese bestens zurecht. Am Ende durfte er sich Champion der Nachwuchsreiter nennen. Vor allem im Südwesten ist er dabei besonders aktiv und reitet auch viel für die kleineren Ställe. Im Juni hatte er seine Ausbildung beendet und konnte seine Ziele, nämlich unter die Top-Ten der besten Jockeys zu kommen, sicher erreichen.
6. Jozef Bojko (53): Der gebürtige Slowake, der auch relativ niedrige Gewichte reiten kann, zählt zu den Jockeys im Lande, die die meisten Ritte ausführen. 2011 war seine bislang beste Saison, denn in seiner Position als zweiter Jockey am Stall von Champion-Trainer Andreas Wöhler kam er zum Sieg im Deutschen Derby in Hamburg mit dem Ravensberger Waldpark. 2012 konnte er das Ergebnis, rein nach Siegzahlen, sogar noch einmal verbessern. Zu seinen größten Siegen 2012 zählt der Erfolg mit Monami im Hoppegartener Diana-Trial auf Gruppe II-Parkett.
7. Eduardo Pedroza (49): Der Stalljockey von Trainer Andreas Wöhler in Ravensberg bei Gütersloh musste sich in der Saison 2011 nach vier Championaten in Folge mit dem dritten Rang in der Jockeystatistik begnügen. Auch 2012 reichte es nicht für ganz vorne. Besonders die verpasste Chance mit Novellist im Derby wird ihn nach wie vor wurmen. Pedroza hat sich Anfang 2013 einer lange nötigen Hüftoperation unterzogen und wird danach wieder in den Sattel steigen.
8. Martin Seidl (39): Ähnlich positive Erscheinung wie Maxim Pecheur. Auch Seidl, der bei Jutta Mayer in München lernt, konnte im letzten Jahr überzeugen. Der junge Reiter ist auf fast allen deutschen Rennbahnen aktiv und hatte auch schon Engagements im französischen Ausland. 348 Mal stieg er im vergangenen Jahr in den Rennsattel.
9. Bayarsaikhan Ganbat (39): Der gebürtige Mongole zeigt viel Talent im Rennsattel und hat sich den Platz unter den ersten Zehn redlich verdient. Seinen besten Tag erlebte er am 30. Dezember als er in Wambel gleich vier Rennen gewinnen konnte. Dazu gab es in Bad Harzburg und Bad Doberan jeweils ein Triple zu feiern. Nachdem er seine Ausbildung am Stall von Champion Roland Dzubasz begann, ist er inzwischen an den Düsseldorfer Stall von Sascha Smrczek gewechselt.
10. Eugen Frank (37): 2011 brachte es Eugen Frank auf 29 Siege, kam damit aber nicht unter die Top-20. Nun ist er also wieder im Kreis der zehn Besten angekommen. Eugen Frank ist am Stall von Trainer Markus Klug beschäftigt, nach einer verletzungsbedingten Auszeit hat er in dieser Saison bereits wieder seine ersten Rennen gewonnen.
11. Andre Best (36)
12. Stephen Hellyn (35)
13. Terry Hellier (30)
14. Steffi Hofer (30)
15. Wladimir Panov (29)
16. Rene Piechulek (28)
17. Sabrina Wandt (28)
18. Daniele Porcu (24)
19. Viktor Schulepov (22)
20. Norman Richter (20)