Interview/Jockey Talks

Mit Filip Minarik

GaloppOnline.de: Welche Gefühle begleiten Sie bei der Rückkehr in den Rennsattel?

Filip Minarik: Das ist einfach nur pure Freude. Die Ritt-Angebote waren da und ich bin bereit für die Rückkehr. Ich liebe meinen Beruf und diesen Sport über alles und er hat mir gefehlt. Ich fühle mich körperlich sehr gut. Deswegen habe ich mich entscheiden, nun doch schon wieder etwas früher als geplant zurückzukehren.

GaloppOnline.de: Wie haben Sie sich die letzten Monate fit gehalten und wie fühlen Sie sich?

Filip Minarik: Ich bin natürlich noch nicht wieder bei 100 Prozent und ein bisschen Kondition fehlt auch noch. Ich bin aber bereit und hoffe zudem, dass meine Pferde am Sonntag etwas fitter sind, als sich bin. Ansonsten fühle ich mich mental wieder sehr gut. Der Akku ist aufgeladen. Es war eine sehr schwere Zeit, da ich keinen kannte, der in einer ähnlichen Lage war wie ich und den ich um Rat hätte fragen können. Die Auszeit hat mir aber sehr gut getan und ich bin an und durch diese Sache gewachsen.

GaloppOnline.de: Wie kamen Sie zum Stall von Christian von der Recke?

Filip Minarik: Es ist die beste Adresse zu dieser Jahresszeit. Hier kann ich arbeiten und mich in Form bringen. Außerdem gibt es bei Christian über Winter einige sehr gute Ritte und ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin Dankbar, dass ich diese Chance erhalten habe.

GaloppOnline.de: Wie sieht Ihre weitere Planung bis zum Jahresende aus?

Filip Minarik: Zunächst werde ich weiter bei Christian von der Recke arbeiten. Ich gehe mit Spaß und Freude an die Sache. Ansonsten muss ich jetzt von Tag zu Tag schauen und will mein Privatleben in Zukunft nicht mehr so stark vernachlässigen. Ständig im Sattel und auf der Straße zu sein hat schon viel Power gekostet. Aber wie gesagt: mein Akku ist wieder voll und ich bin mental stärker geworden und freue mich auf die Zukunft im Rennsport.

GaloppOnline.de: Können Sie Ziele für das kommende Jahr jetzt schon formulieren?

Filip Minarik: Das kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Ich will einen Schritt nach dem nächsten machen. Ich will dabei nicht zu weit in die Zukunft schauen und bin erst einmal froh, dass ich wieder bereit für eine Rückkehr bin. Der Weg bis hierhin war sehr steinig, aber es hat sich gelohnt ihn zu gehen. Ich habe viel gelernt und erfahren und bin dafür dankbar.

(20.12.2013)