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Aberglauben: Die Züchterin verpasste "Don's" Triumph

Christian Weil-Daßbach mit Diana-Siegerin Feodora und Gestütsleiter Ralf Kredel (r.)

Am Freitagnachmittag geschah das unfassbare. Ein neunjähriger Sholokhov-Sohn aus der relativ kleinen deutschen Vollblutzucht triumphierte in Englands wichtigsten Jagdrennen, dem Cheltenham Gold Cup. GaloppOnline.de wollte zwei Tage nach dem grandiosen Ereignis von Don Cossacks Züchterin Christiane Weil-Daßbach wissen, wie sie die 5294 Meter des Monstre-Hindernisrennens erlebt hat.

„Da er beim vorletzten Start gefallen war, hatte ich mir geschworen, kein Rennen mehr von ihm anzusehen. Den folgenden Start gewann er dann und aus Aberglauben verfolgte ich auch den Triumph im Gold Cup nicht“, gab die Besitzern des Gestüts Etzean, das den Hinderniscrack gezogen hat, zu.

Gibt es noch jüngere Geschwister von Don Cossack in Etzean, das als Zuchtstätte seit Jahrzehnten eine feste Größe im deutschen Rennsport ist, aber mehr durch klassische Sieger wie u.a. vor zwei Jahren die Henkel Preis der Diana-Siegerin Feodora regelmäßig für Furore sorgt, wollten wir von der Gestütschefin wissen.

„Nein, wir hatten die Mutter Depeche Toi für einige Jahre von Hernn Kühl gepachtet, weil wir eine Stute aus der Röttgener D-Familie wollten. Aber sie fohlte für uns nur Hengste und ein Jahr nach Don Cossacks Geburt gaben wir sie zurück. Soweit ich weiß, ist die Stute irgendwann in England gelandet, die müssen wohl früh geahnt haben, wieviel Potential in ihrem Sohn steckt“, erzählte Christiane Weil-Daßbach über die Mutter des Gold Cup-Helden, die für Gerd Kühl aus Baden-Baden vor 22 Jahren Vierte auf Listenparkett im Diana-Trial Las Vegas-Slenderella-Rennen wurde.

Don Cossacks Vater Sholokhov deckte bis vor vier Jahren für 6.000 Euro im Gestüt Etzean. Zur selben Zeit startete die großartige Hindernis-Karriere seines Sohnes und das irische Glenview erwarb den Sadler’s Wells-Sohn vom Gestüt Etzean.

 

(20.03.2016)