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Adieu Deutschland: Danedream triumphiert im Grand Prix!

Time to say good bye! Auch wenn es für Danedream (Foto) noch nicht der letzte Start war, so kam doch etwas Wehmut auf, je näher der mit 250.000 Euro dotierte Longines Grosse Preis von Baden am Sonntag rückte, denn immerhin wusste man, dass dies der letzte Auftritt von Deutschlands bester Stute aller Zeiten auf einer heimischen Galopprennbahn sein sollte.

Noch einmal gab sich von Asterblüte-Coach Peter Schiergen trainierte Lomitas-Tochter an der Stelle die Ehre, an der sie vor gut einem Jahr eben dieses Rennen gewinnen konnte. Und der Rahmen war ein würdiger. Denn mit Pastorius zählte auch der diesjährige Derby-Sieger, der diesen Triumph in der Folge im Dallmayr-Preis eindrucksvoll bestätigte, zu den Konkurrenten. Und auch einem Novellist hatte man nach der Derby-Niederlage wieder auf der Rechnung. Dass mit dem Ebbesloher Girolamo auch noch der Drittplatzierte aus dem „Blauen Band“ am Start war, unterstreicht nur die Ausnahmestellung, die dieses über 2400 Meter führende Gruppe I-Rennen im deutschen Rennkalender inne hat. Kurzfristig abgemeldet wurde dagegen Temida, da es Unstimmigkeiten mit den Impfpapieren gab und so gingen nur sieben Pferde auf die Reise.

Wie es zu erwarten war begab sich Next Vision, der eigens von Christoph Berglar als Pace-Maker für Novellist gepachtet wurde, an die Spitze des Feldes und dennoch war das Tempo nicht all zu hoch. Dahinter setzte sich Girolamo und dann sah man schon Danedream, die eigentlich mehr Tempo benötigt hätte. Hinter der Lomitas-Tochter galoppierte Ovambo Queen mit Terry Hellier. Novellist ging an Position fünf, der aktuelle Derby-Sieger folgte. Im Schlussbogen sah man dann die Klasse von Danedream. Ohne größere Bemühungen beorderte Starke die Vierjährige an die Spitze.

Außen an den Rails hatte sie nun freie Bahn, doch ein Selbstläufer sollte es nicht werden. Während Novellist nicht wirklich weiter kam, waren es dafür Andreas Boltes Ovambo Queen und Pastorius, die nun ihre Attacken setzten. Aber das Danedream ein Kämpferherz hat ist unlängst bekannt und so behielt sie auch in ihrem letzten Deutschland-Rennen die Oberhand. Auf Rang zwei kam die starke Ovambo Queen. Damit blieb Terry Hellier, der eigentlich auf Pastorius vorgesehen war, vor seinem Partner aus dem Derby. Doch die Herzen gehörten an diesem Tag Danedream. Unter dem Jubel der gut 16.300 Besucher verließ das Traum-Team Danedream/Starke das Iffezheimer Geläuf. Es war eine würdige Abschiedsgala für die Königin des Turfs (Video ansehen).

'Es war doch recht wenig Tempo im Rennen, so dass die Abstände vielleicht nicht ganz so groß wurden', sagte Starke nach dem Rennen. 'Aber sie hat mir immer ein gutes Gefühl gegeben und hat halt ein Herz zum siegen.'

Auch Peter Schiergen ging auf das mangelnde Tempo ein. 'Es war kein richtiger Pace-Maker, aber Andrasch hat das früh erkannt und Danedream gut auf die äußere Spur gebracht. Wenn sie dann einmal vorne ist, dann will sie auch vorne bleiben.'

Nach ihrem fünften Gruppe I-Triumph heißt es nun: Auf nach Paris, denn dort steht im Oktober die Titelverteidigung im Prix de l'Arc de Triomphe an. Und wer weiß, vielleicht müssen die Geschichtsbücher dann um eine weitere Seite gefüllt werden.

(02.09.2012)