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„Ein Dolchstoß hinter dem Rücken der PMU“

Unter dem Titel „Ein Dolchstoß hinter dem Rücken der PMU“ beschreibt der Newsletter Jour de Galop eine neue Entwicklung des Wettmarktes, die nachhaltigen Einfluss auf die Pferdewette haben könnte.

Die staatliche Lotto-Gesellschaft hat vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen die Erlaubnis bekommen, in einer ausgewählten Anzahl an Annahmestellen Live-Sportwetten anzubieten.

Diese Initiative fällt in eine Zeit, in der die PMU als Anbieter der Pferdewetten mit stark rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hat, vor allem auch bedingt durch Abwanderung zur Sportwette. Dass diese nun eine neue Dimension erhalten könnte sorgt aktuell in Frankreich für zahlreiche Diskussionen auch auf politischer Ebene, da hier eine staatliche Gesellschaft als Gefahr für die Pferdewette und damit den gesamten Rennsport angesehen wird.

Hintergrund: Wikipedia charakterisiert FDJ wie folgt:

„La Française des Jeux (kurz FdJ) ist die staatliche Lotto-Gesellschaft Frankreichs. Mit einem Umsatz von 8,553 Milliarden Euro (2004) ist sie die fünftgrößte Veranstalterin von Lotterien weltweit. Es gibt insgesamt über 40.000 Verkaufsstellen, im Durchschnitt nehmen 29 Millionen Spieler an den Ziehungen teil, das Spielsystem ist "6 aus 49". FdJ beteiligt sich auch an der europäischen Lotterie Euro Millions.

FdJ betreibt auch sämtliche Sportwetten in Frankreich, mit Ausnahme der Pferderennen, die in den Zuständigkeitsbereich der privaten Gesellschaft PMU fallen. Der erzielte Gewinn (im Jahr 2004 waren es 2,33 Milliarden Euro) fließt vollständig in die französische Staatskasse. Das Geld kommt kulturellen sowie sozialen Projekten zugute und wird auch für die Nachwuchsförderung im Sport verwendet.“

(23.02.2017)