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Das Dutzend ist voll: Overdose imponiert in der Heimat!

Wer kann diesem Pferd das Wasser reichen? Diese Frage beschäftigt die Turffreunde auch nach dem Sonntag. Denn auch das Saisondebüt des ungarischen Wunderpferdes Overdose in seiner Heimat war eine Glanzvorstellung.

Der natürlich heiß favorisierte Schützling von Sandor Ribarski präsentierte sich im Kincsem Park von Budapest gegen hoffnungslos überforderte Konkurrenz im OTP- Hungarian Nagydij, einem mit 7.000.000 Forint (rund 24.000 Euro) dotierten 1000 Meter-Sprint.

Kein Geringerer als der französische Starjockey Christophe Soumillon saß im Sattel des Hengstes, der auch beim zwölften Start seiner unvergleichlichen Laufbahn den Gegnern die Eisen zeigte. Das Dutzend ist voll! Daran gab es nie auch nur den geringsten Zweifel.

Overdose, stand schon ganz früh über der eigentlich nicht vorhandenen Gegnerschaft, siegte mit rund zehn Längen völlig souverän.

Damit kann der Überflieger nun die internationalen Hochkaräter ins Visier nehmen. Vor allem England wird in den nächsten Monaten gleich mehrfach auf seiner Agenda stehen, ehe Overdose sich auch wieder in den Goldenen Peitsche den deutschen Fans zeigen soll. Und die Anhängerschar ist nach diesem Sonntag sogar noch größer geworden!

Eine halbe Stunde zuvor zeigte Soumillon seine große Jockeyship, als er den vom Gestüt Harzburg gezogenen Tiger Hill-Sohn Dethrone in den Overdose-Farben für Trainer Sandor Ribarszki zu einem hauchdünnen Erfolg gegen den Trainingsgefährten Mezzanine im BBAG Auktionsrennen (dotiert mit umgerechnet 5.000 Euro über 1600 Meter) führte.

In Rom versuchten sich drei deutsche Stuten im Premio Carlo Chiesa (Gruppe III, 88.000 Euro, 1200 m). Eine ausgezeichnete Partie lieferte die von Andreas Löwe trainierte Lips Arrow, die sich als Zweite nur der Desert Prince-Tochter L´Indiscreta, die unter Dario Vargiu leicht gewann, beugen musste. Atalia (A. Helfenbein/M. Hofer) und Giordana (T. Thulliez/P. Vovcenko) blieben chancenlos.

Die klassischen 2000 Guineas wurden zu einer Gala des Polito-Schützlings Libano (M. Monteriso), der sich früh auf riesigen Vorteil verabschiedete und 105:10 auf Sieg zahlte. Sottone und Osservatorio belegten die Plätze, während der heiß favorisierte Dettori-Ritt Lui Rei nur Fünfter wurde.

(19.04.2009)