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Das goldene Händchen von Boetticher greift wieder zu

Es gibt keinen Deutschen, der ein besseres Händchen für Rennpferde hat als Dietrich von Boetticher. Kein deutscher Besitzer hat solch einen Lauf in den wichtigsten Rennen Europas. Was Boetticher anfasst, wird zu Gold. Oder zu Golden Lilac.

Diese gewann am Sonntag imponierend die Poule d'Essai des Pouliches, die französischen 1000 Guineas. Unter Olivier Peslier, der für den gesperrten Maxime Guyon einsprang, war die dreijährige von Andre Fabre traininerte Galileo-Tochter eine Klasse für sich!

Als 25:10-Favoritin war Golden Lilac in dem mit 450.000 Euro dotierten 1600 Meter-Rennen angetreten und ließ ihre Wetter von zweiter Stelle nie schwitzen. Nur mit den Händen geritten zündete Olivier Peslier Mitte der Geraden in Longchamp den Lilac-Turbo und gewann leicht gegen Golden Sight aus dem Stall von Robert Collet und die aus Irland angereiste O'Brien-Stute Wild Wind.

„Sie war heute eine Klasse für sich und hat das alles sehr, sehr leicht gemacht. Ich musste gar nicht viel machen und sie war überlegen', stellte Olivier Peslier der Ammerländerin ein Zeugnis der Extra-Klasse aus.

Dietrich von Boetticher ist nicht nur Besitzer, sondern auch Züchter der Gruppe I-Siegerin, deren von Danehill stammende Mutter Grey Lilas für den Münchener bereits auf Gruppe I-Parkett triumphiert hatte.

Mit ihrem klassischen Sieg reiht sich Golden Lilac in eine illustre Liste zahlreicher Superstars von Dietrich von Boetticher ein, der zuvor Kracher wie Hurricane Run, Borgia, Lope de Vega (gewann im Vorjahr am gleichen Tag die French 2000 Guineas), Boreal, Hondo Mondo, Nyramba oder Luigi sein eigen nennen durfte.

'Sie hat am Anfang wieder stark gepullt, hat eben noch nicht die gößte Routine. Aber sie hat sehr viel Klasse und war brillant. Der logische nächste Schritt ist ein Start im Prix de Diane', gab Dietrich von Boetticher, der live vor Ort weilte, den Journalisten nach dem Rennen zu Protokoll.

(15.05.2011)