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Deutschland feiert Gruppesieg in Amerika

Olorda hier bei ihrem Maidensieg in München
Olorda hier bei ihrem Maidensieg in München

Am Samstagabend um 19:56 Uhr feierte die deutsche Zucht den ersten Gruppesieg 2016 in Amerika. Dies gelang der vierjährigen Olorda in den mit 150.000 US-Dollar dotierten The Very One Stakes. Unter dem Franzosen Julien Leparoux triumphierte die Lord of England-Tochter im Gulfstream Park als 46:10-Chance, ließ dabei ihre beiden Stallgefährtinnen Dacita und Guapaza hinter sich.

Olorda führte in dem Gruppe III-Rennen auf der Grasbahn über 2100 Meter somit ein Eins, Zwei, Drei von Trainer Chad Brown an. Den zweiten Gruppetreffer ihrer Karriere feierte die vom Gestüt Berwangerhof gezogene Stute dabei in den Farben von Martin Schwartz. Dieser hatte die Stute im letzten Jahr nach ihrem Sieg im Prix Vanteaux in Longchamp von Peter Harald Sander für rund eine Million Euro erworben. Bei ihrem ersten Start für Martin Schwartz wurde Olorda gleich Dritte im Prix Saint Alary.

Einen großen Anteil am Erfolg der Stute hat Michael Figge, aus dessen Münchner Stall Olorda zur Gruppesiegerin aufstieg. Figge bewies mit der Lord of England-Tochter wieder einmal ein exzellentes Händchen, mit einem etwaigen Underdog eine echte Erfolgsstory zu schreiben. Figge schafft es immer wieder mit günstigen und nicht immer brillant gezogenen Pferden tolle Siege einzufahren. Neben Olorda sind Pferden wie Amazing Beauty, Chica Loca, Derbysieger Feuerblitz (kostet schlappe 3,000 Euro und gewann eine halbe Million Euro), Superplex, Karltheodor oder der aktuelle Qatar Derby-Dritten Shutterbug nur einige Beispiele dafür.

Bei ihrem Sieg von der Spitze aus verdiente Olorda am Samstagabend 92,070 US-Dollar. Als Zweijährige wurde die Stute auf der Breeze Up in Baden-Baden über die HFTB Racing Agency für 58.000 Euro zugeschlagen. “Sie ist eine große Stute hat gekämpft wie eine Löwin. Sie ist super abgesprungen und hat alles sehr gut gemacht. Sie ist eine reine Galoppiererin mit einem Tempo, geht aber immer weiter“, stellte Jockey Leparoux Olorda, die heute erstmals wieder ohne Scheuklappen am Start war, ein erstklassiges Zeugnis aus.

Olordas Besitzer Schwartz hat bisher ein exzellentes Händchen beim Einkauf euopäischer Pferde. So liefen bereits die Gruppe I-Sieger Alterite, Angara, Gorella, Samitar und Zagora erfolgreich in seinen Farben. Sein bester Kauf dürfte allerdings die Monsun-Tochter Stacelita gewesen sein. Die fünffache Gruppe I-Siegerin gewann für Schwartz unter anderem den Prix de Diane.

(05.03.2016)