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Toto-Experiment geglückt: Über 50% Steigerung

Plus 50%: So das Fazit des Dortmunder Toto-Experiments

Alles in den Toto. Das war das Motto an diesem Sonntag in Dortmund Wambel. Zumindest ein Großteil der Wetten auf die sieben Rennen sind am Sonntag im Rennbahntotalisator gelandet. Andreas Tiedtke, Präsident des Dortmunder Rennvereins, hatte ein Experiment gestartet, die Provision für die Buchmacher zu erhöhen, wenn diese außer Festkurswetten alle Wetten in den Totalisator vermitteln würden.

„Es muss schnell etwas passieren, die Größe der Pools im Winter ist erschreckend klein“, warnte Tiedtke zur Wochenmitte. „Wir müssen versuchen, die Pools wieder größer und das Wetten somit wieder attraktiver zu machen. Nur wenn es uns gelingt, den Umsatz an den Winterrenntagen deutlich zu steigern, gibt es eine Zukunft für Sandbahnrennen“. Mit diesen Worten rief Tiedtke die Buchmacher des Landes auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

Und die wichtigsten Buchmacher des Landes zogen natürlich sofort mit. RaceBets, Pferdewetten und OneXTwo sagten „ja“ zu diesem Toto-Projekt. Die stationären Buchmacher hingegen verpassten Tiedtke eine Absage.

Und das Dortmunder Toto-Experiment ist geglückt. Der Umsatz konnte im Schnitt über 50% gesteigert werden, knapp 150.000 Euro flossen am Sonntag durch die Wettkassen in Wambel. „Das ist ein ordentliches Ergebnis. Normal hätten wir an einem Renntag wie heute rund 95.000 Euro Umsatz gemacht, an einem PMU-Tag wäre es natürlich noch einmal deutlich weniger gewesen. Es wäre schön gewesen, wenn sich auch die Buchmacherläden an der Aktion beteiligt hätten, dann wären 200.000 Euro drin gewesen“, so Tiedtke am Sonntagabend gegenüber GaloppOnline.de.

„Vielleicht ist das Ganze der erste Schritt in die richtige Richtung. Alle Parteien werden die Rechenschieber noch einige Male herausholen müssen und wir werden ein Modell erarbeiten müssen, welches den Totoumsatz wieder nach oben bringt“, so noch einmal Tiedtke.

(13.12.2015)