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Englisches Finanzierungs-System mit Konsequenzen?

Nick Rust, Chef der BHA
Nick Rust, Chef der BHA

Die Britische Regierung hat am Donnerstagmittag das abgesegnet, worauf die Verantwortlichen der British Horseracing Authority (BHA) seit langem gehofft hatten. Ein neues Finanzierungssystem, das in den kommenden 12 Monaten installiert werden soll und alle Wetten im englischen Rennsport erfassen wird.

Nick Trust, Chef der BHA, nannte die Bekanntmachung „Wirklich historisch“. Und fügte hinzu, dass man eng mit der Wettbranche zusammenarbeiten wolle, um das Wachstum des Rennsports fortzusetzen.

„Die Veröffentlichung erfüllt alle Anforderungen des Rennsports an ein neues Finanzierungs-System und wird 2017 bereits erste Früchte tragen. Es ist wesentlich gegenüber der Abgaben-Hürde, der wir uns bislang gegenüber sahen“, äußerte sich der BHA-Chef zufrieden über die Tatsache, dass dem englischen Rennsport zukünftig enorme Gelder zufließen werden.

Wir hatten bereits heute Vormittag berichtet, dass Buchmacher, die auf der Insel ansässig sind, auf ihre Wettumsätze nach einem bestimmten Abgabe-System, das seit 50 Jahren gültig ist, Steuern zahlen. Das betrifft ca. 9000 (!) Buchmacherläden in England. Die Online-Buchmacher, die Ihren Firmensitz ins Ausland verlagert hatten, konnten den Zahlungen bislang nahezu entgehen. Die geringen Steuern, die sie entrichten mussten, kamen dem englischen Rennsport nicht zugute.

Die Entscheidung dies zu ändern wird der britischen Rennsportindustrie jährlich Millionen von neuen Geldern bescheren. Und könnte durchaus auch Konsequenzen für den gesamten europäischen Rennsport haben. Als Antwort auf die Pläne der Regierung gab die Association of British Bookmakers (englischer Buchmacherverband) bekannt, dass man die Neuigkeiten begrüßen würde.

(03.03.2016)