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Frankfurter Renn-Klub reicht Klage ein

Der Kampf um den Erhalt der Frankfurter Rennbahn geht in die nächste Runde und nun wird es wohl auch ernst für Magistrat und Sportdezernent Markus Frank von der CDU. Wie die Bild-Zeitung am Freitag berichtet, hat der Renn-Klub Klage gegen den Deal der Stadt Frankfurt mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) eingereicht.

Am Mittwoch brachte Rechtsanwalt Adam Rosenberg die Klage höchstpersönlich zum Verwaltungsgericht. Die Betreiber der Rennbahn wollen erreichen, dass der zwischen der Stadt und dem DFB geschlossene Vertrag für ungültig erklärt wird. „Der Deal sei eine verstecke Subvention, hätte von der EU genehmigt werden müssen“, heißt es in der Bild-Zeitung.

Der Hessenschau sagte Renn-Klub-Schatzmeister Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels: „Die Stadt hat bei der Vergabe des Areals an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.“ Die von der Stadt zu zahlende Summe durch Abrissarbeiten und Abfindungszahlungen überschreite die Erbpacht des DFB in Höhe von 6,8 Millionen Euro. "Das ist ein erhebliches Geschenk an den DFB“, so Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels weiter. In diesem Fall würde es sich um ein Verlustgeschäft für die Stadt handeln und damit eine versteckte Subvention. Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels bestätigte, dass man bereits Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht hat. Die Aufnahme des Verfahrens ist bereits bestätigt.

Der DFB will auf dem Areal der Niederräder Rennbahn seine neue Fußball-Akademie errichten. Schon mit Bekanntwerden der Pläne formierte sich breiter Widerstand gegen den DFB-Neubau. Die neuesten Entwicklungen in Frankfurt machen deutlich, dass man auch weiter verbissen um den Erhalt der Rennbahn kämpfen und das Feld nicht einfach dem DFB überlassen wird.

(20.02.2016)