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Der Gruppesieg ist da: Faust kann Weihnachten feiern

Sternrubins Züchter Bruno Faust hat Grund zur Freude
Sternrubins Züchter Bruno Faust hat Grund zur Freude

Was für ein Tag für die deutsche Zucht. In England landete diese am Samstag ein Super-Doppel. Irgendwie passend. Am Tag der Weihnachtsfeier des Gestüt Karlshof, hat Bruno Faust richtig zu feiern. Erst punktet der achtjährige Samum-Bruder Seventh Sky (Zum Video) in einem 30.000 Pfund-Handicap (gesonderter Artikel), bevor der vierjährige Sternrubin ein richtiges Highlight setzt.

Dieser gewann in Ascot das Rennen des Tages in England, ein mit 150.000 Pfund dotiertes Gruppe III-Rennen über Hürden. Nach 3.157 Metern machte es Sternrubin aber mal so richtig spannend. Bruno Faust musste minutenlang vor dem Laptop ausharren, bis er den ersten Gruppesieg eines Karlshofer Zuchtproduktes im Jahr 2015 bejubeln durfte. Faust fiel ein kleiner Stein vom Herzen. Seit dem Jahr 2000 stellte Karlshof in jeder Saison mindestens einen Gruppesieger. Dieses Jahr machte man es spannend und wartete bis zum 19. Dezember.

Und es war richtig spannend. Minutenlang wertete die Rennleitung das Zielfoto aus (Zum Video). Trennen konnten aber selbst dieses die beiden vorderen Pferde nicht. Sternrubin und der sechsjährige Jolly’s Cracked It gaben sich nach einem gigantischen Endkampf nichts. Totes Rennen in dem Gruppe III-Event. Mit seinem dritten Karrieresieg markierte Sternrubin, der wie Seventh Sky das Rennen von vorne gestaltete, einen lupenreinen Hattrick, gestaltete seine letzten drei Auftritte über Hürden erfolgreich. Schon bei seinem letzten Start gewann er ein Listenrennen in Newbury.

"Das war schon ein sehr schnelles Tempo, was Sternrubin da vorne angeschlagen hat. Dass er noch einmal so zurückgekämpft hat, nachdem er gestellt war, ist schon außergewöhnlich. Das sieht man in dieser Art selten und wir sind natürlich sehr glücklich mit ihm. Wo es weitergeht, ist noch offen. Der Coral Cup während des Cheltenham Festivals könnte das große Ziel für ihn sein", so Trainer Philip Hobbs nach dem Rennen.

„Ex-Deutscher Authorized-Wallach aus der Samum-Stute Sworn Mum, kostete als Jährling in Baden-Baden 17.000 Euro, Bruder des diesjährigen Derby-Sechsten und Union-Vierten Summer Paradise, aus der Zucht des Gestüt Karlshof, steht nach enttäuschenden Leistungen auf der Flachen jetzt im Training bei Hindernis-Coach Philip Hobbs, gewann von dort seine letzten zwei Starts über Hürden“, heißt es im „Star-Text“ von RaceBets.com.

Bei RaceBets wurden sowohl Sternrubin als auch Seventh Sky heute als „Stars des Tages“, eine eigne Rubrik auf der Seite, aufgeführt. Wer das als Anlass nahm die beiden Pferde in einer Siegschiebe zu spielen, für den war heute schon Weihnachten. Mit 100 Euro Einsatz hätte man 5.500 Euro gewonnen. Hätte Sternrubin das Rennen alleine gewonnen und seine Quote wäre nicht halbiert worden, wären es sogar über 10.000 Euro gewesen!

(19.12.2015)