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Kommunalwahl FFM: Rote Karte für CDU und Grüne

Die schwarz-grüne Koalition in Frankfurt ist bei der Kommunalwahl abgewählt worden. Nach Auszählung aller 475 Bezirke der Stadt ergab das vorläufige Ergebnis 24,1 Prozent für die CDU, was einem Minus von 6,4 Punkten im Vergleich zur letzten Kommunalwahl im Jahr 2011 entspricht.

Die Grünen verloren sogar 10,2 Prozentpunkte und kamen nur noch auf 15,3 Prozent der Stimmen. Bürgermeister Olaf Cunitz redete nicht lange um den heißen Brei herum. „Schwarz-Grün hat eine klare Wahlniederlage erlitten und die Grünen können mit ihrem Gesamtergebnis nicht zufrieden sein“, äußerte er sich gegenüber der Frankfurter Neuen Presse. Cunitz ist der Mann, dem der Frankfurter Renn-Klub laut Schatzmeister Solms hauptsächlich zu verdanken hat, dass die Galopprennbahn der geplanten DFB Akademie weichen soll. Seine Tage im Magistrat dürften nach der deftigen Niederlage gezählt sein, meinen Kenner der lokalen Szene.

Der für Januar geplante Baubeginn der DFB Akademie gerät allerdings immer weiter in Gefahr. Bau-Projektleiter Winfried Naß soll laut Sport Bild den zuständigen DFB-Lenkungskreis darüber informiert haben, dass man zwar noch im Zeitplan sei, der Puffer aber aufgebraucht sei. In dem Gremium, der die baulichen, inhaltlichen und finanziellen Maßnahmen überwacht, sitzen auch der designierte DFB-Präsident Reinhard Grindel, Teammanager Oliver Bierhoff und DFL-Chef Christian Seifert.

Aber dennoch sieht es dieses Jahr eher schwarz aus für Galopprennen in Frankfurt. „Dass es mit dem ersten Renntag am 16. April klappt ist höchst unwahrscheinlich. Wir haben keine Genehmigung vom Ordnungsamt. Und da der größte Verfechter der DFB-Akademie, der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank (CDU), auch gleichzeitig Chef des Ordnungsamtes ist, kann sich jeder ausmalen, wie schwer es für den Renn-Klub sein wird, eine Genehmigung zu erhalten. Man kann natürlich anwaltlich dagegen vorgehen, aber das dauert und kostet wieder Geld“, Graf Solms macht deutlich, dass trotz des wackeren Kampfes gegen die Stadt Frankfurt, die Verantwortlichen im Magistrat am längeren Hebel sitzen und somit die Chancen für Galopprennen auf dem Niederräder Areal zumindest im Jahr 2016 eher schlecht sind. Aber wie sagt der frühere Bürgermeister von Frankfurts Nachbarstadt Kelkheim, Thomas Horn (CDU), seit letztem Jahr Beigeordneter im Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main, so „nett“: „Wer gerne Galopprennen sieht, der kann nach Mannheim, Baden-Baden oder Köln fahren.“

Auf der Homepage des Regionalverbandes steht übrigens bezeichnenderweise: „Im Fokus der Arbeit des Regionalverbands FrankfurtRheinMain steht die Weiterentwicklung und Förderung der Metropolregion zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen, damit es sich in der Region auch in Zukunft gut leben und erfolgreich arbeiten lässt“.

(09.03.2016)