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Tritt Parthenius in die Hufstapfen seines Bruders?

Parthenius kann seinem Bruder Pastorius im Herzog von Ratibor-Rennen nacheifern
Parthenius kann seinem Bruder Pastorius im Herzog von Ratibor-Rennen nacheifern

Der Große Preis von Link in Krefeld der Tölke + Fischer Gruppe - Herzog von Ratibor-Rennen ist die letzte große Prüfung für die Zweijährigen.

Das Gruppe III-Rennen im Krefelder Stadtwald führt über 1700 Meter und ist dotiert mit 55.000 Euro. Ein Blick in die Siegerliste macht deutlich, dass die Krefelder Zweijährigen-Prüfung schon mehrfach die Geburtsstätte späterer Gruppe I-Sieger wie Neatico oder Pastorius wurde. Vor drei Jahren musste ein gewisser Protectionist gegen Flamingo Star zwar eine knappe Niederlage einstecken, doch stieg der Zweite aus dem Herzog von Ratibor-Rennen zwei Jahre später zum ersten in Deutschland trainierten Pferd auf, das den weltberühmten Melbourne Cup gewann. Qualität pur ist also aus der noch kurzen Siegerliste seit Einführung 2008 in den Gruppe-III-Status abzulesen. Und so darf man auf Dauer gespannt sein, ob auch 2015 ein neuer Star geboren wird (Zum Rennen).

Nach Papierform drängt sich niemand so richtig in die Pole Position. Sicherlich dürfte der in Krefeld von Mario Hofer trainierte Parthenius, ein rechter Bruder des erwähnten Pastorius, einen großen Anhang auf sich vereinen. Sein Münchner Erfolg wurde später aufgewertet. Viel Eindruck hinterließ bei seinem Kölner Auftritt der Röttgener Deukalion, der dabei mit viel Speed aufwartete. Sein Stall- und Zuchtgefährte El Loco hat bereits gewonnen, bekam allerdings seinen Düsseldorfer Erfolg im Zimmer der Stewards zugesprochen. Als unbeteiligter Dritter rückte er auf, nachdem man den Sieger Burma King disqualifiziert hatte. Der Ammerländer hinterließ trotz seines Malheurs am Grafenberg einen starken Eindruck. Das Asterblüte-Quartier ist auch noch durch den Ittlinger Sound Check vertreten, dem Favoriten aus dem Winterfavoriten.

In zukunftsträchtiger Manier fiel der Erfolg von Baroncello Anfang Oktober in Köln aus. Nachgenannt wurde Parvaneh, die mit einem zweiten Platz in Compiegne stark debutierte.  Mit Quiliano, der in Straßburg bei seinem vierten Platz nicht weit geschlagen war, dem Guiliani-Vollbruder Gauguin und dem formstarken Zanini rücken weitere sieglose Pferde, die man dennoch ganz gewiss nicht unterschätzen sollte, in die Boxen ein (Zum Langzeitmarkt). 

(06.11.2015)