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Sohn schlägt Vater - "Cardinal" Elfter im Cup

Die Vorzeichen für den von Andreas Wöhler für Australian Bloodstock trainierten Red Cardinal standen schon im Vorfeld des zur Gruppe I zählenden Emirates Melbourne Cups, der am Dienstag auf dem Flemington Racecourse entschieden wurde, alles andere als glücklich.

Aus Startplatz 24, und damit von ganz außen, musste der Montjeu-Sohn auf die 3200 Meter gehen. Kerrin McEvoy blieb somit zunächst einmal gar nichts anderes übrig, als sich kurz nach nach dem Start im hinteren Teil des Feldes einzuordnen. Vorne wurde das Tempo zu Beginn der mit sechs Millionen australischen Dollar dotierten Prüfung von Cisomante vorgelegt, dahinter sah man Gallante, Boom Time und Marmelo. Der Titelverteidiger, der vom Gestüt Schlenderhan gezogene Almandin, war unter Frankie Dettori genau wie Red Cardinal zunächst weiter hinten zu sehen. 200 Meter vor dem Ziel übernahm dann der von Rekord-Coach Aidan O'Brien trainierte Johannes Vermeer mit Jockey Ben Melham die Spitze und schien unter dem Jubel der Massen bereits dem Sieg entgegen zu galoppieren. Doch nun machte auch Corey Brown den von Joseph O'Brien vorbereiteten 171:10-Außenseiter Rekindling richtig schnell und dieser stellte Johannes Vermeer 40 Meter vor dem Ziel. Sohn Joseph schlägt Vater Aidan - eine ganz besondere Geschichte. Auf dem dritten Platz machte Willie Mullins' Max Dynamite unter Zac Purton den irischen Triumph im Melbourne Cup 2017 komplett. Rang vier ging an Big Duke. Red Cardinal war im Einlauf, als das Feld auffecherte, in der Bahnmitte zu sehen, kam noch in Schwung und lief bis auf den elften Rang vor, einen Platz dahinter passierte Almandin den Zielpfosten.

"Das ist wirklich erstaunlich, eigentlich unglaublich, unbegreiflich. Ich bin gestern erst hier aus Del Mar angekommen. Die Jungs aus meinem Team haben hier eine unglaubliche Arbeit geleistet und Corey Brown hat einen sagenhaften Ritt geliefert. Es ist so selten, dass in solchen großen Meisterschafts-Rennen alles glatt geht, aber Rekindling hatte wirklich einen fast ganz glatten Rennverlauf außer in der Anfangsphase des Rennens", sagte Joseph O'Brien gegenüber GaloppOnline.de. Rekindling, übrigens ein dreijähriger High Chaparral-Sohn, ist der jüngste Sieger des "Cups" seit 1941, Corey Brown, für den es der zweite Sieg im Melbourne Cup nach Shocking (2009) war, ist stolze 17 Jahre älter als der Trainer.

 

melbourne_cup_2017_-_joseph_obrien_zum_sieg_von_rekindling

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(07.11.2017)