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Super-Shirocco schreibt Turfgeschichte für die Ewigkeit!

Am Samstagabend um ca. 23 Uhr wurde Rennsport-geschichte neu geschrieben. Eines der größten Erfolgs-kapitel der deutschen Zucht spielte sich im Belmont Park vor den Toren New Yorks ab. Ein Triumph, der zwar nicht unerwartet kam, der die Herzen der deutschen Turffreunde jedoch so hoch schlagen ließ wie fast nie zuvor: Shirocco, Georg Baron von Ullmanns Derbysieger 2004, hatte es geschafft.

Der Monsun-Sohn trat im Breeders´ Cup Turf in die Fußstapfen der großen Heroen, wie Better Talk Now, High Chaparral, Johar oder Fantastic Light. Mit Christophe Soumillon im Sattel gewann der Vierjährige dieses mit 2 Millionen US-Dollar dotierte Gruppe I-Rennen der World Series Racing Championship über 2400 Meter der Grasbahn.

Aber es war kein normaler Sieg, es war ein Triumphzug, den Shirocco da im Big Apple hinzauberte. Und es war der neuerliche Beweis, zu welchen Großtaten der französische Abo-Champion Andre Fabre fähig ist. Monatelang in seinem vorherigen Quartier nicht an den Start zu bringen, war es Fabre, der Shirocco zum vierten Platz im Arc geführt hatte und nun zum Super-Coup.

Hinter dem Pacemaker Shake the Bank, der mit gut und gerne zehn Längen Vorsprung das Feld anführte, besaß Shirocco sofort eine ausgezeichnete Lage an zweiter Stelle des erlesenen 13er-Feldes. Bago notierte man an fünfter Position, Azamour galoppierte im Mittelfeld.

Und schon im Schlussbogen gab Soumillon das Zeichen zum Aufbruch, beorderte Shirocco an die Spitze. Sofort löste sich der Hengst. Schließlich attackierte der O´Brien-Schützling Ace unter Kieren Fallon, und dann packte Azamour (Michael Kinane) immer stärker an, während Bago nicht so richtig weiterzog.

Doch Shirocco beeindruckte das nicht im Geringsten. Im Stile eines absoluten Champions zog der Crack weiter seine Kreise, kam überaus locker nach Hause. Soumillon durfte mit den deutschen Schlachtenbummlern um die Wette jubeln.

Ace rettete Platz zwei knapp gegen Azamour, dahinter landete Bago auf Rang vier. Aber der Abend gehörte nur einem, und das war Shirocco, der mit 99:10 noch eine stolze Quote auf Sieg brachte. GaloppOnline.de gratuliert dem Team um Shirocco, dem Besten aus Turf-Deutschland!

(29.10.2005)