News

Vorentscheidung im Titelkampf? 4:1 für Pietsch

So stellt sich der Turffan den spannenden Endkampf um das Jockey-Championat vor. Jeweils sechsmal griffen Alexander Pietsch und Andrasch Starke während der sieben Rennen umfassenden Dortmunder Mittwochskarte an. Am Ende hatte Alex Pietsch mit vier Siegen gegenüber Andrasch Starke, der einen Erfolg verbuchen konnte, das deutlich bessere Ende in der Tages-Abrechnung. Im Kampf um die Jockey-Krone steht es also nunmehr 84 zu 80 und es scheint am Mittwoch vielleicht eine Vorentscheidung gefallen zu sein.

Im ersten Rennen musste Pietsch allerdings alle Register ziehen, um in der Klasse E- Prüfung über 1950 Meter den lange führenden Kugelblitz auf der Linie mit Christian von Reckes 19:10-Favoriten Interior Minister mit Kopf Vorteil abzufangen (Zum Video). Starke wurde mit Meliora Dritter. Weniger Probleme hatte Pietsch dagegen bei seinem zweiten Treffer. Mit Angelika Gloddes 80:10-Chance Sterngold siegte er im dritten Rennen, dem Ausgleich IV über 1700 Meter, mit 14 Längen Vorsprung gegen die hoffnungslos unterlegene Konkurrenz, angeführt von der Zweitplatzierten Boccaccina. Andrasch Starke wurde hier mit Jordan’s Tiger lediglich Vierter. Die Wettchance des Tages zahlte in der Reihenfolge Sterngold, Boccaccina, Pancho Villas und Jordan’s Tiger 77.262 für zehn Euro Einsatz.

Im vierten Rennen, dem Ausgleich III über 1950 Meter, hatte Andrasch Starke mit Erika Mäders 31:10-Favoriten Kreuz As keine Mühe, seinen ersten Tagestreffer gegen Boetie’s Dream zu schaffen. Zwei Rennen später stellte Alex Pietsch den alten Tagesabstand wieder her. Mit dem „Recken“ Kolonel Kirkup siegte er im Ausgleich IV über 2500 Meter gegen die klare 18:10-Favoritin Dance With Me, die unter Starke gegen den 32:10-Co-Favoriten keine Chance hatte. Im letzten Rennen, dem Ausgleich III über 1800 Meter, saß Andrasch Starke erneut auf einem Favoriten. Doch auch mit Bombelli hatte er keinerlei Möglichkeiten gegen den überlegenen Sieger Hannover Indian, der mit Alex Pietsch für 38:10 als dritter Favorit zum Zuge kam.

In der Endabrechnung wurde auch ziemlich deutlich, dass Alexander Pietsch am Mittwoch auf die besseren „Trainer-Karten“ gesetzt hatte (Zum Video). Je zweimal kam er für Christan von der Recke und Angelika Glodde zum Erfolg. Die beiden Trainer waren zusammen mit Pietsch und Erika Mäder, die außer mit Kreuz As auch das zweite Rennen, den Ausgleich IV für die Sprinter über 1200 Meter, mit Nemesis (Maxim Pecheur) gewann, die Aktiven, die mehrfach erfolgreich waren. Der den Amateuren vorbehaltene Ausgleich IV über 1950 Meter wurde eine souveräne Familienangelegenheit von Manfred Weber und dessen Tochter Berit, die mit Troyanda völlig überlegen gewann.

(23.12.2015)