Kleiner Fr?htau ganz gro?: Zehn-L?ngen-Sieg in Z?rich

Der Ausflug auf die Rennbahn von Zürich-Dielsdorf hat sich gelohnt: Frühtau vor Tempelwächter, so das Ergebnis des Grand Prix Jockey-Club, dem mit 100.000 Schweizer Franken dotierten Top-Ereignis des Turf-Wochenendes in der Schweiz. Und es war nicht irgendein Sieg, sondern es war ein Triumph, eine Demonstration von Frühtau. Kleiner Frühtau ganz groß – unter diesem Motto stand der Sieg des Hengstes von Horst Horwart, dessen Sohn Thomas den Treffer in der Schweiz live begleitete.

Vater & Sohn auf dem Podest und was noch passierte

Es war eines der tollen Bilder dieses Europa-Wochenendes, das man da nach dem ersten Rennen am Sonntag in Köln sehen konnte. Michael Kinane hatte gerade nach einem „Ritt zum mit der Zunge schnalzen“ auf der schwierig zu reitenden Stute Lake House gewonnen, da war einer der ersten Gratulanten sein Vater Tommy. Und der Herr Papa durfte und sollte auch mit auf das Siegerpodest. Gerne hätte er auch nach dem Veteranenrennen dort gestanden, ein rutschender Sattel und ein paar Gegner, die stärker waren, haben das verhindert.

Norman Richter mit Schlüsselbeinbruch - OP am Montag

Als die Pferde im Schwarzgold-Rennen in den Schlußbogen galoppierten, war die Welt noch in Ordnung. Noch konnte keiner ahnen, was sich nur wenige Sekunden später abspielen würden. Denn unmittelbar nach Erreichen der Gerade kam die vierjährige Stute Lots of Love zu Fall. Mit ihr auch Jockey Norman Richter. Während das Pferd wieder relativ schnell auf eigenen Beinen stand, blieb Jockey Richter liegen.

Sensationelles Europa-Wochenende: 3,4 Mio. Umsatz

Die verantwortlichen Herrschaften des Kölner Rennvereins strahlten um die Wette und man hatte den Eindruck, dass sich hier gestandene Herren freuen konnten wie kleine Kinder. Als man nach zwanzig Galopprennen des Europa-Wochenendes Bilanz zog, war das Ergebnis aus wirtschaftlicher Sicht ein sensationelles: 3.389.000 Mark flossen an den beiden Renntagen auf dem Hippodrom in der Domstadt durch die Wettkassen. Damit hat Köln, in schwerer Zeit, eine Marke gesetzt, die es in sich hat. Das muss man ganz einfach neidlos anerkennen.

Brummschädel bei Boettichers Boreal: 'Auf Kopf gefallen'

Als Dietrich von Boetticher am Sonntag Nachmittag den Absattelring in Köln betrat, hatte er ungewöhnliche Dinge in seiner Hand: einen Jockeyhelm und eine Peitsche. Beides von John Reid. Utensilien von dem Jockey, der zusammen mit Boreal im Preis von Europa stürzte. Ein Raunen ging durch die Menge, den rund 20.000 Zuschauern stockte der Atem. Und Rennkommentator Manfred Chapman musste sich erst wieder fangen, um in den normalen Rhythmus zurückzufinden.

Telewette aus K?ln erneut mit anderen Sendezeiten

Wie schon in der letzten Woche ergibt sich auch für die Telewette an diesem Sonntag aus Köln eine Änderung der Anfangszeiten. n-tv hat aus aktuellem Anlass die Länge der Nachrichtenblöcke für diesen Tag auf 30 Minuten erhöht, dadurch muss das gesamte Sendeschema angepasst werden.

Die ersten Schaltungen erfolgen am Sonntag wie gewohnt zu folgenden Zeiten:

12.50 Uhr
13.50 Uhr
14.50 Uhr

Die Hauptsendung ist am Sonntag wieder in zwei Live-Blöcke aufgeteilt:

15.30 Uhr bis 15.57 Uhr
16.30 Uhr bis 16.57 Uhr

Jüngster Jockey-Rentner triumphiert: Helliers Glanzfinish

Im Kölner Karstadt Ex-Champion-Rennen siegte der Reiter, der als letztes der 13 'Veteranen' seinen Rücktritt von der internationalen Jockeybühne erklärt hatte. Der jüngste Jockey-Rentner praktisch. Sein Name: Terry Hellier. Sein Markenzeichen: Gewinnen. Und so war es auch ungefähr ein Jahr nach seinem Rücktritt am Samstag auf der Rennbahn in Köln. Auf dem Rücken von Suenna präsentierte Hellier dem Kölner Publikum ein Rennen nach Maß, ließ wieder einmal seine taktischen Raffinessen und Endkampfqualitäten aufblitzen. Dieses Finish, es war ein typisches Hellier-Finish.

Schiergen-Hattrick in Leipzig: Drei Siege in Folge

Als Peter Schiergen in Köln im Ex-Champion-Rennen noch einmal seiner alten Profession nachging, konnte er das ruhigen Gewissens tun. Denn drei Treffer, einen lupenreinen Hattrick, hatte er da schon unter Dach und Fach gebracht. Und zwar in Leipzig. wo in den ersten drei Rennen des Tages die jeweils deutlich favorisierten Schiergen-Galopper nicht zu schlagen waren.

Aghnoyoh schnappt sich Karstadt-Meile vor Super-Pardus

Die Große Karstadt-Meile am Samstag im Weidenpescher Park wanderte nach 1:41.07 Minuten über die Grenzen nach Frankreich. Genauer gesagt in den Stall von Tony Clout in Chantilly. Denn dort wird der Sieger des Gruppe II-Rennens betreut. Sein Name ist Aghnoyoh und bereits fünfmal wurde dieser in diesem Jahr am Ende eines Rennens über die Lautsprecher als Sieger verkündet. Am Samstag war das die Aufgabe von Manfred Chapman, der Aghnoyoh als Gewinner der Großen Karstadt Meile dem Kölner Publikum vorstellte.

Horst Steinmetz mit Super-Doppel zum 600. Trainersieg

In der Endphase des Karstadt-Cup III war es einem Mann reichlich egal, welches der beiden kämpfenden Pferde am Ende den Sieg erreichen würde. Der klare Favorit Wild Seed, der an der Außenseite heranrollte, oder Sapienti, der Mitte der Zielgeraden in Front gezogen war. Denn beide stehen im Stall eines Mannes, der bis dato in seiner Trainerlaufbahn 599 Rennen gewonnen hatte und der nun endlich den 600. feiern konnte: Horst Steinmetz. Und es war in der Tat am Ende der von Andreas Helfenbein gerittene Wild Seed, der dem 68 Jahre alten Coach den Jubiläumstreffer bescherte.

Etappenziel erreicht: fast 1,2 Millionen Mark Umsatz

Der Kölner Rennverein hat das erste Etappenziel des Europa-Wochenende erreicht. „Mein Traum wäre es“, sinnierte Rennvereins-Vorsitzender Georg von Ullmann (unser Foto) während des Tages, „am Samstag eine und am Sonntag zwei Millionen Mark Umsatz zu erreichen.“ Die Million machte man in der Domstadt am Samstag locker voll, in den zehn Rennen des Tages flossen insgesamt 1.175.507 Mark durch die Wettkassen.

Ordnungsausschuss: Geldstrafen f?r M?ller und Ferguson

Der Ordnungsausschuss des Galopper-Dachverbandes hat am Donnerstag bei zwei Verhandlungen jeweils Geldstrafen verhängt. Trainer Jochen Müller aus Halle / Saale und Jockey Ian Ferguson müssen nach dem Urteil des Ausschusses beide die Geldbörse zücken.

Paolini gegen Daliapour: Montag gehts nach Canada

Am Sonntag in einer Woche greifen Andreas Wöhler und Andreas Suborics erstmals nach dem Großen Preis von Baden wieder nach Word Series-Punkten. Und zwar in Kanada. Doch nicht Deutschlands in diesem Jahr bestes Rennpferd Silvano steht im Mittelpunkt, sondern diesmal der Platini-Bruder Paolini. Für den zweifachen Gruppe I-Sieger heißt es am Montag „Check in“ Richtung Amerika.

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