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100. Gruppe I-Treffer für Soumillon

Shakeel (Nr.3) siegt unter Christophe Soumillon

Christophe Soumillon ist am Freitagabend in Saint-Cloud ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere gelungen. Mit dem von Alain de Royer-Dupre für den Aga Khan vorbereiteten Shakeel hat er den mit 600.000 Euro dotierten und zur Gruppe I zählenden Juddmonte Grand Prix de Paris gewonnen und damit seinen 100. Gruppe I-Treffer eingefahren.

"Ich hatte schon damit gerechnet, dass mir das dieses Jahr gelingen würde. Aber jetzt ist es passiert! Nachdem ich im Frühjahr einiges Pech mit den Pferden hatte, habe ich jetzt drei Gruppe I-Rennen binnen drei Wochen gewonnen. Das ist schon toll," freute sich der Weltklasse-Jockey kurz nach dem Rennen.

Und dieser Sieg war ein hartes Stück Arbeit. Denn erst nach Kampf bis zur Linie und Auswertung der Zielfotografie stand er fest. Der glückliche Siegreiter wartete lange mit seinem Dalakhani-Sohn bis er von der Innenseite an Position fünf/sechs liegend den entscheidenden Angriff setzte. Aus gutem Grund wie er bereits kurz nach Bekanntgabe des Zieleinlaufs noch auf dem Rücken seines Partners ebenfalls zu verstehen gab: "Beim letzten Mal waren wir zu früh vorne und mit kurzem Kopf geschlagen, da wollte ich mir heute etwas länger Zeit lassen."

Lange hatte es zunächst nach einem Sieg des von Mark Johnston trainierten englischen Gastes Permian ausgesehen. Der als 40:10-Favorit ins Rennen gegangene Teofilo-Sohn hatte unter William Buick direkt nach dem Start das Kommando genommen und versuchte in die Gerade hinein einen entscheidenden Satz zu machen. Doch man konnte schnell erkennen, dass Soumillon, bald direkt hinter dem Piloten positioniert, noch eine ganze Menge in der Hand gaben würde, wenn es schließlich zur Sache gehen würde. Einmal auf freier Bahn zog der Aga Khan-Schützling dann auch schnell vielversprechend an und man dachte kurz, dass er locker über den Führenden hinweg ziehen könnte. Doch auch der englische Gast konnte immer wieder zulegen und wäre fast noch nach Hause gekommen.

Genau im Ziel hatte der Sieger nicht nur sprichwörtlich dann aber die Nase vorne. Von weiter hinten kam indes nicht viel. Die bei den Wettern hochgehandelten Parabellum (Andre Fabre/Mickael Barzalona) und Orderofthegarter (Aidan O´Brien/Ryan Moore) konnten zwar noch Boden gut machen, waren aber zu weit weg, um ernsthaft in die Entscheidung auf vorderen Plätze einzugreifen. Aus dem Mitteltreffen kam Venice Beach (Seamie Heffernan) aus dem Quartier von Aidan O´Brien, ein Halbbruder der Weltklasse-Stute Danedream, noch schön in die Partie und schnappte sich am Ende noch Rang drei.

Auch der Siegtrainer zeigte sich kurz nach dem Rennen bereits hochzufrieden und gab bereits einen versteckten Ausblick in die Zukunft für seinen Schützling: "Wir hatten nicht unbedingt damit gerechnet hier gewinnen zu können. Aber bei seinem Gruppe II-Sieg in Chantilly hatte Christophe die Peitsche verloren und trotzdem gewonnen. Das Rennen war also nicht allzu hart. Darum hatten wir heute ein frisches Pferd im Rennen. Mal schauen wie es weitergeht, er ist jedenfalls für den Arc genannt."

(14.07.2017)