News

Klatsche für die Favoriten im "de Gheest"

Neben dem Henkel-Preis der Diana stand am Sonntag auch im französischen Deauville mit dem Prix Maurice de Gheest eine Traditions-Gruppe I-Prüfung auf dem Programm. Das mit 380.000 Euro dotierte Rennen über 1300 Meter ging aber nicht wie von den meisten erwartet an das irische Quartier von Meister-Trainer O´Brien, der mit Caravaggio den klaren Favoriten sattelte, sonderte wanderte mit dem von Kevin Ryan trainierten Brando (114:10) nach England.

Lange drückte zunächst der von Francois Rohaut trainierte Vorjahressieger Signs of Blessing dem Rennen seinen Stempel auf. Jockey Stephane Pasquier setzte vorne einen flotten Takt, dem er am Ende wohl Tribut zollen musste. Etwa 250 Meter vor dem Ziel musste er bereits abreißen lassen. Das war der Moment, in dem Reiter Tom Eaves mit dem späteren Sieger unter vollen Segeln auf den Plan trat.

Aus dem Mittelfeld kommend hatte sich der englische Jockey das flotte Tempo lange angeschaut, bis er auf Brando händevoll zum Angriff schritt und einmal in Front gezogen, immer weiter marschierte, um am Ende sicher nach Hause zu kommen. An den Außenrails noch sehr schnell, ebenfalls von weiter hinten, wurde Martyn Meades Aclaim (Olivier Peslier), der ebenfalls auf der Insel beheimatet ist, und sich noch Rang zwei schnappte. Platz drei sicherte sich mit einem starken Schlussakkord Richard Hannons 1540:10:10-Außenseiter Tupi (Sean Levey). Für die rein englische Dreierwette gab es am Totalisator satte 139.536 Euro für 10 Euro Einsatz zurück.

Caravaggio, Aidan O´Briens 25:10-Favorit, erwischte schon einen ganz schlechten Start und musste für einen vorderen Rang zu viel Boden gut machen. Dennoch packte er, obwohl er in der Geraden auch kurz den Weg versperrt vorfand, zum Schluss noch besser an und wäre fast noch Vierter geworden. Am Ende blieb ihm unter Ryan Moore aber nur der sechste Platz.

 

(06.08.2017)