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O´Brien gut gerüstet für die Klassiker

Aidan O´Brien

Wenn in Irland oder England kurz vor dem Rennen auf ein Pferd noch so richtig Geld kommt, hat das oft was zu sagen. Wenn es dann auch noch ein Dreijähriger von Star-Trainer Aidan O´Brien ist, der in einem Derby-Trial einem Stallgefährten, der Ryan Moore im Sattel hat, fast noch die Favoritenrolle abnimmt, sollte man sich diesen ganz genau ansehen, insofern man noch genügend Zeit hat.

Nach diesem Prinzip hätte man am Samstag in Leopardstown in den zur Gruppe III zählenden und mit 60.000 Euro dotierten Ballysax Stakes über 2000 Meter den Sieger treffen können, denn kurz vor dem Start schrumpfte der Kurs des Frankel-Sohns Nelson innerhalb weniger Minuten auf 27:10, ein deutlicher Hinweis. Und so sollte es dann auch im Rennen kommen. Nelson übernahm unter Donnacha O´Brien sofort das Kommando und kämpfte sich in einem packenden Finish gegen seinen Stallgefährten Delano Roosevelt (Seamie Heffernan) nach Hause. Weit hinter dem Duo als Dritter passierte schließlich The Pentagon unter Ryan Moore den Zielpfosten, der als knapper Favorit ins Rennen gegangen war. Vor dem Rennen war der Moore-Ritt bei den englischen Buchmachern mit Kursen von um die 130:10 Co-Favorit auf den Sieg im Epsom Derby, das dürfte sich nun wohl etwas verändert haben.

Ebenfalls am Samstag standen in Leopardstown die 2000 Guineas Trial Stakes an, auch hier kam der Sieger mit Gustav Klimt (25:10) aus dem Quartier von Aidan O´Brien. In der mit 50.000 Euro dotierten Listenprüfung verwies der Galileo-Sohn Dermot Welds Imaging mit eindreiviertel Längen auf Platz zwei. In den 1000 Guineas Trial Stakes (Gr.III) musste sich O´Brien mit seiner I Can Fly dann allerdings mit Platz drei zufrieden geben. Der Sieg ging an Who´s Steph (110:10) aus dem Quartier von Ger Lyons, die Dermot Welds Yulong Gold Fairy sicher in Schach halten konnte.

(14.04.2018)