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Ruby Walsh mit Akrobatik zum Gruppe II-Sieg

Ruby Walsh bewies in Leopardstown erneut, was für ein Klassemann er im Hindernissport ist

Ruby Walsh bot auf Killutagh Vic am Sonntag in Leopardstown in der mit 42.000 Euro dotierten Novice Chase auf Gruppe II-Ebene über 3822 Meter einen an Dramatik nicht zu überbietenden Endkampf.

Vor dem letzten Hindernis lag der Seriensieger Killutagh Vic bereits deutlich vor Lord Scoundrel und Blair Perrone vorne. Doch dann machte der klare 13:10-Favoriten einen Fehler, landete auf dem grünen Rasen und Walsh konnte sich nur artistisch im Sattel halten. Pferd und Reiter schienen schon klar geschlagen zu sein, rappelten sich wieder auf und fighteten wieder zurück. Kurz vor dem Ziel waren beide wieder vorne und gewannen knapp vor Blair Perronne und Lord Scoundrel. „Das war ein Meisterstück von Pferd und Reiter. Ich dachte, dass so etwas nicht mehr gehen könnte“, traute sich Trainer Willie Mullins kaum seinen Augen und fügte hinzu: „Nach dieser Perfomance ist Killutagh Vic sogar ein Pferd für die Arkle Chase.“  Es war der vierte Treffer in Folge für den Sieger (Zum Video).

Mit dem zweiten Platz musste sich Willie Mullins mit Kalkir im mit 100.000 Euro dotierten Leopardstown Hurdle (Handicap, Grade B) über 3219 Meter zufrieden geben. Deutlich stärker war der 170:10-Außenseiter Henry Higgins unter Robbie Power für Besitzer John McManus und Trainer Charles O’Brien. 

Dramatisch ging es in der ebenfalls mit 100.000 Euro dotierten Handicap Chase (Grade A) über 4225 Meter zu. Noch im Schlussbogen besaßen mindestens sieben Pferde eine Siegchance. Im Endeffekt gab es eine Ryanair-Zweierwette, denn die 90:10-Chance Empire Of Dirt blieb mit John Moore für Trainer Colm Murphy gegen Killer Crow (Gordon Elliott) unter Bryan Cooper voraus. Lange sah es nach einer Überraschung durch den bereits dreizehnjährigen Seabass mit Katie Walsh aus, die sich beide trotzdem prächtig verkauften. 

(17.01.2016)