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Thriller in Melbourne: Dunaden gewinnt, 'Lucas' Dritter

Es ist das Turf–Ereignis in Australien. Der Melbourne Cup, eine Gruppe I-Prüfung über 3200 Meter. Und es war eines der spannendsten Duelle in den letzten Jahren dieses australischen Klassikers. Ein Duell, welches in seiner Art und Weise kaum zu überbieten war. Bis auf die Ziellinie boten sich Dunaden (Foto) und Red Cadeaux einen Kampf um jeden Meter.

Am Ende hatte der Nicobar-Sohn eine Nase Vorsprung und sorgte für einen weiteren französischen Erfolg in 'Down Under'. Der Vorjahressieger Americain kam unter Gerald Mosse nur auf dem vierten Rang ins Ziel, obwohl er zum Schluss des Rennens noch ein Mal richtig schnell wurde, fürs dritte Geld reichte es nicht mehr, denn dort war der Mamool-Sohn Lucas Cranach, der nach seinen Verletzungsproblemen am Huf ein ganz starkes Rennen lief und stark auf eben diesem dritten Rang endete. Der Ex-Schlenderhaner Illo aus dem Quartier von Bart Cummings kam lediglich auf dem 19.Rang.

Doch was sich die beiden Erstplatzierten lieferten, war eine Klasse für sich. Auf den letzen 200 Metern sahen die gut 105.000 Besucher in Flemington zunächst Red Cadeaux, der einen Angriff setzte, aber Dunaden mit Jockey Christophe-Patrice Lemaire war sofort zur Stelle uns setzte nach, ließ Dunaden nicht weg kommen.

Nach 3200 Meter war es auf der Linie dermaßen eng, dass niemand im weiten Rund zu sagen vermochte, wer denn nun der Sieger dieses Rennens war. Man hatte sich beinahe auf ein totes Rennen eingestellt, doch die Zielrichter entschieden auf eine Nase Vorsprung zu Gunsten von Dunaden. Es war die knappste Entscheidung bei der 151. Austragung dieses Rennens.

'Ich zittere immer noch', sagte Trainer Mikel Delzangles kurz nach dem Rennen. 'Ich dachte eigentlich, dass wir geschlagen wären, es war ein richtiger Thriller.'

Auch Jockey Lemaire konnte seiner Freude über den Erfolg kaum in Worte fassen. Der Franzose hatte den Ritt auf Dunaden erst kurzfristig erhalten, nachdem Craig Williams, der eigentlich vorgesehen war, vergangene Woche gesperrt wurde.

'Das ist unglaublich. Ein großartiger Moment meiner Karriere, aber ich denke auch an meinen Freund Craig, der eigentlich auf diesem Pferd hätte sitzen müssen', sagte Lemaire. 'Ich finde keine Worte für das was passiert ist. Ich bedanke mich bei allen, die diesen Sieg ermöglicht haben.'

Aber selbst Ed Dunlop, der Trainer des Zweitplatzierten, fand lobende Worte für seinen Schützling: 'Wir sind sehr stolz auf ihn. Es war ein tolles Rennen. Ich dachte er mag den Boden nicht, aber Michael Rodd hat tolle Arbeit im Sattel geleistet.'

(01.11.2011)