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Vazirabad gewinnt den Prix du Cadran

Das einzige Gruppe I-Rennen für die englischen Vollblüter des ersten Tages des Arc-Meetings war der Prix du Cadran. In dem mit 300.000 Euro dotierten 4100 Meter-Marathon gab es keinen deutschen Starter, aber wohl den heißesten Favoriten des gesamten Wochenendes, denn nachdem der englische Gast Big Orange abgemeldet worden war, ging der Aga Khan-Wallach Vazirabad unter Christophe Soumillon als 12:10-Chance auf die vier Kilometer und 100 Meter lange Reise.

Wie immer sah man den Manduro-Sohn zunächst in hinteren Regionen, während vorne nach kurzem Geplänkel Mille et Mille, der Sieger dieses Rennens von 2015, die Spitze übernommen hatte. Der Schützling von Carlos und Yann Lerner wehrte sich unter Franck Blondel auch bis weit in den Einlauf hinein, doch an der 300 Meter-Marke startete Soumillon mit dem Vorjahreszweiten Vazirabad den Angriff, und an der 200 Meter-Marke ging er an dem Pacemaker vorbei. Bis zur Linie betrug sein Vorteil allerdings auch nur eine halbe Länge, denn bekanntlich macht Vazirabad immer nur das Nötigste. Bis zu Trip to Rhodos auf dem siebten Platz waren es dann schon sieben Längen.

Alain de Royer-Dupré: "Nein, natürlich war ich zu keinem Zeitpunkt beunruhigt, dass er nicht gewinnen würde. Das ist bei ihm doch immer das gleiche, er ruft nur das Minimum ab, um zu gewinnen. Eine halbe Länge Vorsprung ist schon viel für ihn. Deshalb hat er so eine lange Karriere bei mir. Ich kann mir vorstellen, im nächsten Jahr mit ihm den Ascot Gold Cup anzugehen, wenn der Boden passt und das Wetter nicht zu heiß ist. Sonst wäre aber auch Goodwood eine Option. Dieses Jahr peilen wir noch die Titelverteidigung im Prix Royal-Oak an."

(30.09.2017)