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Wildenstein: Verdacht auf Steuerhinterziehung

Der Pariser Kunsthändler Guy Wildenstein muss sich in Frankreich vor Gericht dem Vorwurf der Steuerhinterziehung und der Geldwäsche stellen.

Es handelt sich dabei um rund 550 Millionen Euro, wobei Wildenstein Vermögenswerte in Form von Kunst, Rennpferden und Immobilien am Finanzamt vorbeigeschmuggelt haben soll. Außerdem geht es um eine kenianische Ranch.

Sollte Guy Wildenstein, der einer der größten Kunsthandelsdynastien des 20.Jahrhunderts vorsteht, für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Peinlich ist die ganze Angelegenheit auch für das politische Frankreich. Denn Nicolas Sarkozy von den Konservativen, Staatspräsident seines Landes von 2007 bis 2012, nannte Guy Wildenstein „Mon Ami Guy“ (meinen Freund Guy) und verlieh ihm 2009 den Nationalorden der Ehrenlegion, Frankreichs höchste Auszeichnung.

(06.01.2016)