Top-Story

Dauerhafte Verpachtung wird angestrebt

Einst deckten im Gestüt Harzburg solch Turfgrößen wie Luciano oder Platini. Zuletzt startete auf diesem traditionsreichen Boden am Fuße des Brockens der Schlenderhaner Derbysieger Adlerflug in seine fulminante Karriere als Deckhengst. Mittlerweile deckt er in seinem Heimatgestüt in Quadrath-Ichendorf. Aktuell ist durch die Rennwoche Leben im Gestüt, die Gastpferde sind dort untergestellt. Doch nach dem Ende der Renntage im Harz ist von einem Pferd im Gestüt wenig zu sehen.

(11.08.2017)

Die Stimme des Ostens auf Abschiedstour

Kult. Dieses Wort wird in der heutigen Zeit sehr schnell, fast schon etwas inflationär, verwendet. Doch auf Hartmut Faust trifft es ohne Zweifel zu. Als „Stimme des Ostens“ ist der 65-Jährige seit 1976 am Mikrofon des Rennkommentators tätig, anfangs in Hoppegarten, später auf allen Bahnen in Ostdeutschland. Das, was Manfred Chapman in der Bundesrepublik war, war Faust in der DDR. Doch mit der Wiedervereinigung fräste sich die markante Stimme des Werder Bremen-Fans auch in die Gehörgänge der Turf-Fans in den „alten Bundesländern“ ein.

(31.05.2017)

Erneut einen großen Fisch an Land gezogen

„Schoss im Einlauf aus dem Hintertreffen durch das Feld, siegte in riesigem Stil“. Das Pferd, das aus Sicht des Beobachters eine solch euphorische Kommentarzeile nach dem Erfolg eines Gruppe-III-Rennens kreiert bekommt, dürfte noch zu weit Höherem berufen sein. Die Rede ist von Delectation, die am Ostermontag in der Tat im Stile einer Classic Lady die wichtige Kölner Generalprobe für die großen Stutenklassiker gewann.

(24.04.2017)

"Dubai ist eine völlig andere Welt"

Gregor Axler in der Morgenarbeit bei Godolphin

Lange war Gregor Axler im Ausland, nun ist er zurück in Deutschland und arbeitet am Kölner Stall von Waldemar Hickst. Zuletzt war er als Arbeitsreiter bei Stephane Cerulis in Deauville beschäftigt, doch der 48-Jährige ist weitaus mehr im internationalen Rennsport herumgekommen. Im November 2003 machte sich Gregor Axler, dem als Jockey 168 Siege gelangen, auf in die weite Welt und begann in Dubai für Godolphin und Trainer Saeed bin Suroor zu arbeiten. In den letzten fünf Jahren in Deutschland war er am Asterblüte-Stall von Peter Schiergen beschäftigt.

(28.03.2017)

"Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus"

Hans Wirth und somit der Züchter des Millionen-Siegers der H.H. The Emir’s Trophy, Chopin, befand sich am letzten Samstag in La Roque-Baignard. Genau dort, im Haras d‘ Ombreville, erreichten wir Hans Wirth am Montagmorgen und somit jenen Züchter,  der 2013 seinen Santiago-Sohn nach dessen imponierendem Sieg im Krefelder Dr. Busch-Memorial an Qatar Racing von Sheikh Fahad Al Thani verkauft hatte.

(03.03.2017)

Die Kunst des An- und Verkaufs

Wir sind früh im Februar. Alles kocht in den Rennställen mehr oder weniger noch auf Sparflamme. Auch weil der Winter recht stark und zäh ist. Dennoch sind die ersten Vorboten für die in einigen Wochen mehr und mehr auf Touren kommende Saison zu spüren. Was die Auktionen angeht, so sind die ersten bereits über die Bühne gegangen. In dieser Woche lädt Tattersalls in Newmarket zur February Sale ein. Das älteste Auktionshaus Europas bietet so querbeet alles an: Mutterstuten, Jährlinge, zweijährige und ältere Pferde in  Training.

(03.02.2017)

„Das Pferd, das pokern konnte“

Es ist der 5. Oktober 1975. Der von Theo Grieper für den Stall Moritzberg des kürzlich verstorbenen Waldemar Zeitelhack trainierte Star Appeal schreibt unter Jockey Greville Starkey auf der Pariser Prachtbahn von Longchamp Turf-Geschichte und gewinnt als erstes deutsches Rennpferd überhaupt den Prix de l’Arc de Triomphe. Unter den Besuchern ist auch der damals 21jährige Amateurreiter Peter Brauer. Für den bei Köln aufgewachsenen Studenten ist es der zweite Besuch beim „Arc“ und er erlebt hautnah einen für den deutschen Galopprennsport epochalen Moment.

(12.01.2017)

Winterfavorit und Derby-Held

Wer das wichtigste Zweijährigen- und Dreijährigen-Rennen gewinnt, der ist zunächst einmal grundsätzlich die Nummer eins in seinem Jahrgang. Dieses Doppel kommt selten genug vor. 2015/2016 schaffte dies Darius Racings von Andreas Wöhler trainierter Isfahan. Um seine unmittelbaren Vorgänger zu finden, muss man Jahre, sogar Jahrzehnte zurückblättern. 1995/1996 war es der Fährhofer Lavirco gewesen. Davor Lando 1992/1993 und Lagunas 1983/1984.

(02.01.2017)

Er besiegte den Frankel-Bruder

Als man ihn, nachdem er Ende Oktober in Köln seinen letzten Starter auf der Heimatbahn gesattelt hatte, nach seinem schönsten Erlebnis als Trainer befragte, nannte Andreas Löwe nach kurzer Überlegung den Erfolg von Lucky Lion im Großen Dallmayr-Preis 2014 in München.

(28.11.2016)

Well Spokens Mutter in den USA ersteigert

In Röttgen wurde man – was eine Siegerin im Preis der Winterkönigin betrifft – schon auf eine lange Geduldsprobe gestellt. Wo man doch gerade in den achtziger Jahren in der wichtigsten Prüfung für zweijährige Stuten so richtig erfolgreich gewesen war. Zwischen 1986 und 1989 trugen sich mit Nuas, Diasprina und Well Known gleich drei Röttgenerinnen in die Siegerliste des Preis der Winterkönigin ein. Alle wurden sie von Theo Grieper in Heumar trainiert. Am letzten Sonntag war es endlich wieder einmal so weit.

(31.10.2016)

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