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Die Route der Derby-Starter

18 Pferde gingen am 4. Juli in das Rennen um das „Blaue Band“. 18 Hoffnungen, von denen natürlich nur die wenigsten erfüllt wurden. Doch es gibt auch ein „Leben nach dem Derby', und wie immer im Leben muss es weitergehen. Wir fragten bei den Trainern der Derby-Starter nach ihren nächsten Aufgaben.

Mit dem Abschneiden seines Derby-Quartetts konnte Asterblüte-Chef Peter Schiergen sehr zufrieden sein, auch wenn es für Malinas „nur' zum zweiten Platz reichte. Der Fährhofer wird nun am 15. August den Rheinland-Pokal der Stadtsparkasse Köln, den ehemaligen Credit Suisse Private Banking Pokal, auf der Heimatbahn bestreiten.

„Das Düsseldorfer Gruppe I-Rennen ist das Ziel von El Tiger, und Gentle Tiger wird im Dallmayr-Preis in München starten“, so Schiergen. Für seine Top-Stute Saldentigerin lässt sich der Trainer noch zwei Optionen offen. Entweder im Fürstenberg-Rennen in Baden-Baden oder im Großen swb Stutenpreis von Bremen wird man die Bona-Lady zum nächsten Mal auf der Rennbahn sehen.

Ebenfalls vier Starter hatte Mario Hofer im Derby, von denen Omikron als Dritter am besten abschnitt. 'Omikron wird in Köln Mitte August im Gruppe I-Rennen laufen, das steht fest. Auch die nächste Aufgabe von Sweet Wake ist schon ausgesucht, es wird das Fürstenberg-Rennen in Baden-Baden sein“, so Hofer.

Dagegen sind die nächsten Termine für den Derby-Neunten Apeiron und auch für Delsun (war 13. im Derby) noch nicht ganz klar. „Apeiron wird entweder am 1. August in der Kölner Meile laufen, oder zwei Tage zuvor in Chantilly im Prix Daphnis, einem Gruppe III-Rennen über 1800 Meter. Bei Delsun ist über den nächsten Start noch nichts entschieden, nur wird er wohl auf einer kürzeren Distanz starten', erklärt Hofer.

Andreas Schütz, der „Meister des Derbys', hat mit seinem Hamburg-Triumphator Shirocco große Pläne. Das Hauptziel für den Monsun-Sohn ist der Prix de l’Arc de Triomphe am ersten Oktober-Sonntag in Longchamp. Davor soll der Crack nur noch ein Mal starten. Entweder im Großen Preis von Baden oder alternativ im Prix Niel in Longchamp. Der Derby-Favorit Fight Club muss dagegen wegen eines Hufgeschwürs erst einmal pausieren.

Als Siebter zog sich Stall Lintecs Salonhonor aus dem Stall von Andreas Löwe in Hamburg sehr gut aus der Affäre. Er hat das Derby sehr gut weggesteckt', berichtet der Trainer, der den Highest Honor-Sohn nun im Fürstenberg-Rennen aufbieten will.

„Auf jeden Fall eine leichte Aufgabe', will Christian von der Recke für Classic Croco aussuchen, wo genau das sein wird, lässt der „Magier von Weilerswist' noch offen. „Es könnte auch im Ausland, z.B. Frankreich sein', so Recke.

Auch noch nicht genau terminiert ist der nächste Start von Oakboy. „Er ist im Preis der Jährlingsauktionen genannt und im St. Leger. Wo er als nächstes läuft, kann ich noch nicht genau sagen“, erklärt Ralf Steinmetz, der Sohn des Neusser Trainers Horst Steinmetz, der zurzeit nach seiner Herzoperation in der Reha-Klinik weilt.

Der nächste Start von Intendant aus dem Warendorfer Stall von Andrea Bertram wird am 1. August erfolgen. An diesem Tag hat er eine Nennung im Großen Dallmayr-Preis in München, aber auch in einem Kölner Listenrennen. „Auf jeden Fall wird er nicht mehr laufen, wenn der Boden so ist wie in Hamburg, denn dass er den nicht kann, hat man dort gesehen', so die Trainerin.

„Golden Millenium hatte in Hamburg ein ganz schlechtes Rennen, er stand ja fast quer. Nun läuft er in München im Großen Dallmayr-Preis, da passt die Distanz auch', so der Neusser Trainer Trond Hansen.

Wo der Fährhofer Dayano, Zweiter im Italienischen Derby und Elfter im deutschen Pendant, weitermacht, das lässt sein Trainer Andreas Wöhler noch offen. „Er ist in allen großen Rennen genannt', erklärt der Bremer Coach aber.

„Egerton geht auf jeden Fall wieder auf eine kürzere Distanz. Er ist in den Auktionsrennen genannt, aber auch der Dallmayr-Preis in München ist noch ein Thema“, sagt Trainer Peter Rau über den Groom Dancer-Sohn.

(17.07.2004)