Top-Story

'Mit viel Schwung gestartet'

Viermal in Folge war Christian von der Recke, von seinen Fans auch gerne „Magier von Weilerswist genannt“, Championtrainer in der Kategorie Flachrennen. Von den zwölf Championaten im Hindernissport ganz zu schweigen. Den fünften Titel in Folge konnte der Meister des Managements auf den Hovener Hof vor den Toren Kölns nicht holen, denn in den letzten Monaten der Saison 2011 lief es nicht ganz so gut wie sonst am Stall des 51-Jährigen. Doch das ist längst Geschichte und abgehakt. Spätestens seit Mitte Februar rollt der „Recke-Express“ wieder, wovon man sich an den letzten beiden Renntagen in Neuss überzeugen konnte.

Dort gewannen die Recke-Pferde wieder wie früher. „Trainieren verlernt man nicht, und auch an anderen Ställen gibt es mal Durststrecken. Wenn man es nach 16 Championaten und über 1.600 Siegen einmal nicht schafft, ist man nicht gleich ein Versager. Ich denke, ganz so viele Trainer kommen nicht auf meine Bilanz“, so Christian von der Recke, der natürlich auch in der für ihn ungewohnten Zeit auf seiner herrlichen Anlage ganz normal weitergearbeitet hat wie früher, rückblickend.

Höhepunkte 2011 waren der Sieg von Tipsy Tangerine im Auktionsrennen für die Stuten in Düsseldorf, sowie die guten Platzierungen des unverwüstlichen Top-Stehers Earlsalsa im Oleander-Rennen in Baden-Baden und im Deutschen St.Leger.

Leider trieb vor kurzem der Turfteufel sein Unwesen im Recke-Quartier, als der erstklassige Steher Tarkheena Prince von einer Kolik befallen wurde, der er schließlich erlag, was natürlich ganz bitter war, denn er zählte zu den vielen guten England-Importen, die Christian von der Recke in der Vergangenheit getätigt hat.

Mit vier Siegen liegt der Weilerswister Stall aktuell bereits wieder auf dem dritten Rang der Statistik 2012, und so wie es aussieht, wäre es keine Überraschung, wenn er am Samstagabend nach dem Neusser Renntag schon wieder den Platz ganz vorne einnehmen würde.

Wichtig für das Funktionieren in einem so großen und reisefreudigen Stall ist natürlich ein eingespieltes Team. „Der Großteil der Truppe ist seit Jahren unverändert, was auch der Grundstein für eine gute Saison 2012 sein sollte.

„Never change a winning team“, sagt man ja auch, sagt von der Recke, der auch die gute Zusammenarbeit mit der nahegelegenen Klinik von Dr. Thomas Weinberger und der EHW-Hufbeschlagschmiede von Stephan Ernesti betont, der seit dem ersten Tag in Weilerswist der Schmied für den Recke-Stall ist.

Bei den Jockeys haben die Besitzer freie Wahl, wobei viele der am Stall beschäftigten Sabrina Wandt vertrauen, die auf dem Hovener Hof bereits ihre Ausbildung gemacht und sich auch nach dem Wegfall ihrer Erlaubnis in der deutschen Jockey-Top-Ten etabliert hat.

Die Höhepunkte im vergangenen Jahr für die junge Reiterin bildeten der Sieg mit Tipsy Tangerine im Düsseldorfer Auktionsrennen und der Erfolg im 100.000-Euro-Handicap in Baden-Baden mit Primera Vista.

Eine gute Verstärkung ist auch Vize-Champion Alexander Pietsch, der einmal in der Woche in Weilerswist ausreitet und auch im Rennen häufig auf den Recke-Pferden sitzt.

Ohnehin ist Christian von der Recke dafür bekannt, stets die besten verfügbaren Reiter für seine Pferde zu engagieren. Drei machen derzeit am Hovener Hof ihre Lehre, was für manchen schon das Sprungbrett zu einer späteren Jockey-Karriere war. Daniel Paulick, Valerie Goliasch und Justin Nowara sind die Azubis an Christian von der Reckes Quartier. Reisefuttermeisterin, eine Position, die an diesem Stall sehr wichtig ist, ist Josefine Stülpner, die bereits in Weilerswist gelernt hat.

Den Auftakt bei den älteren Pferden macht die vierjährige Stute Nugget, die aus dem Stall von Marcus Nigge in Deauville den Weg nach Weilerswist fand. Die noch sieglose Gold Away-Tochter hat etwas gebraucht, um sich umzustellen. Nun soll sie in Ghlin weitermachen, nach Aussage ihres Betreuers wird sie nicht lange sieglos bleiben.

Mit dem gleichaltrigen De Rigueur stellt sich der Sieger des belgischen St. Legers vor. Der Montjeu-Sohn, der bei vier Starts auf der Sandbahn noch ungeschlagen ist, war im vergangenen Jahr in zwei Derbys am Start. Im Magna Austrian Derby war nur Noble Champion aus dem Stall von Mario Hofer zu stark für ihn. Im Slowakischen Derby wurde De Rigueur Siebter. Auf Gras ist der Hengst der Familie Alck noch sieglos, doch sollte der Abschied aus der Maidenklasse nicht mehr lange auf sich warten lassen. Auch in diesem Jahr sind mit dem Steher wieder Auslandsstarts geplant, er wird sicher wieder einige Kilometer „runterreißen“.

Waky Li, die aus dem Quartier von Jutta Mayer zu Christian von der Recke kam, ist als nahe Verwandte von Waky Nao für die Zucht interessant, zuvor könnte sie aber noch das ein oder andere Mal im Südwesten laufen.

Cesare, der im Vorjahr trotz mehrerer guter Formen sieglos blieb, hat auf Gras keine große „Meinung“. Deutlich stärker ist er auf Sand, weshalb er sicher auch in diesem Jahr wieder den Weg nach Ghlin, Deauville oder vielleicht auch zur neuerbauten Sandbahn in Chantilly nehmen wird. American Life, der wie Cesare die Farben des Stalles Aron trägt, hatte im Vorjahr viel Pech. „Er hat jetzt aber viel Nachlass erhalten und ist nun auch wieder leichter zu platzieren. Als Franzose mit Prämienberechtigung kann er 2012 sicher einiges nachholen“, sagt der Trainer.

Faith the Bid stand im Sommer zum Sieg, musste dann aber bereits im Juli die Saison beenden, da er noch einmal ins Wachstum gekommen war. Er ist jetzt erst richtig ausgereift und sollte noch etwas Luft im Ausgleich haben und ein Kandidat für die besseren Handicaps sein.

Mit Stall Blankeneses Steher Earlsalsa stellt sich der Stallcrack vor. Der Kingsalsa-Sohn, der am besten läuft, wenn er aus einer Pause kommt, zeigte seine beste Form gleich beim ersten Saisonstart im Oleander-Rennen in Baden-Baden, als er lange wie der Sieger aussah, und dann nur an Deutschlands bestem Extremsteher Tres Rock Danon scheiterte. Aber auch bei seinen anderen Starts konnte der Wallach überzeugen.

So war er noch Vierter im Deutschen St. Leger in Dortmund und Zweiter im Preis der Ostdeutschen Sparkasse in Dresden auf Listenebene auf einer für ihn doch arg kurzen Distanz. „Er ist der Inbegriff von Treue und Härte und kennt keine schlechten Rennen. Von 2200 bis 3200 Metern kann er eigentlich alles, wenn er im Rennen ist, gibt er alles. Die Niederlage im Oleander-Rennen war mehr als knapp. Er wird eine ähnliche Route wie im Vorjahr gehen, und da er im vergangenen Jahr sieglos blieb, auch das ein oder andere passende Rennen im Ausland finden“, freut sich Christian von der Recke schon auf die neue Saison für Earlsalsa.

Der Stallgefährte Ciocco Sam kann nach Klasse natürlich nicht mit Earlsalsa mithalten. Er war früh zur Hand, gewann gleich beim Debüt in Gotha, machte dann aber auch früh Schluss. „Er ist noch einmal gewachsen, ist gesund und strotzt vor Kraft. Er wird im Ausgleich weitermachen“, sagt der Trainer. Distinctive Image erwies sich als guter Ankauf, denn er gewann 2011 nicht weniger als fünf Rennen. Das letzte davon in Ghlin, wo es in der Verkaufsklasse auch für ihn weiter gehen soll und er sicher wieder sein Geld verdient.

Für die orange-grünen Farben des Stalles Burg Müggenhausen konnte Glow Star nach einer Hinterhandfissur gleich vier Rennen gewinnen, auch er siegte dabei in Ghlin. „Er war bei Dr. Weinberger im Swinglifter und kam ohne Operation wieder ans Laufen. Da er noch Luft hat, soll er auch wieder im Ausland antreten“, erklärt sein Betreuer. Nach dem Schnee-Meeting in St. Moritz war für Bucked Off die Saison 2011 schon früh beendet. Er bekam eine Pause. In diesem Jahr musste er die Rennen im Engadin wegen einer Erkältung auslassen. Ihn drückt nun keine Gewinnsumme mehr, sodass sein Trainer wieder passende Rennen für den Wallach finden sollte und ihn in diesen gezielt einsetzen wird.

Toughness Danon wechselte im Herbst aus dem Stall von Andreas Wöhler ins Rheinland. Auf der Flachen zeigt er nicht mehr sein wahres Können, sodass sich bei ihm der Wechsel auf die Hindernisbahn anbietet, wo er sich wohl bald erstmals vorstellen wird. La Next ist erst zweimal am Start gewesen. Sie zeigte beim zweiten Start keine Steigerung. Sollte es so bleiben, muss sie im Ausgleich ganz unten anfangen. Von einem Platz in der Zucht ist sie aktuell noch weit entfernt.

Ein guter Ankauf war ganz offensichtlich der Tiger Hill-Sohn Derapour, soviel kann man nach den beiden ersten Deutschlandstarts des Fünfjährigen auf jeden Fall schon einmal sagen. Der Wallach, der vom Trainer als „Super-Typ“ bezeichnet wird, macht alles mit, kann Gras, Sand und eventuell auch springen. Sein Besitzer, ein ehemaliger Jockey, brauchte nicht lange, um sich mit ihm anzufreunden. Nach der Art und Weise seines Neusser Sieges vom vergangenen Wochenende, als er im Ziel fünfzehn Längen Vorsprung hatte, kann man auf die weiteren Starts von Derapour sehr gespannt sein.

Das Galopp -Club Deutschland-Pferd Ghaayer ist für seine vielen Besitzer in der Vergangenheit immer brav gelaufen, und daran soll sich nach Meinung seines Trainers auch nichts ändern. „Er mag Sand und die Bahn in Ghlin und sollte da weiter zu seinem Recht kommen“, sagt Christian von der Recke über den soliden Handicapper. Ebenfalls ein Pferd für den Ausgleich ist Ishan. Für den Wallach ist auch in diesem Jahr wieder ein Sieg in Gotha das Hauptziel. Auf der Bahn in Thüringen hat der Sechsjährige in den letzten drei Jahren stets gewinnen können. Allerdings will man für den immer gut aussehenden Ishan auch andere Bahnen ins Visier nehmen.

Der ebenfalls für die Familie Hacker laufende Daring Rudolph hatte mit drei Siegen eine tolle Saison, auch seine neue Marke hat er bereits bestätigen können. Enttäuscht hat er eigentlich nur bei seinen beiden Starts auf der Sandbahn. „Er mochte die schnelle Sandbahn nicht, wir wollen es am Samstag noch einmal in Neuss versuchen. Er wird auf jeden Fall auf Gras weiter zu seinem Recht kommen. Besonders gut kommt er mit Mädchen zurecht, denn sämtliche Rennen hat er mit einer Reiterin im Sattel gewonnen“, stellt der Trainer fest.

Auendancer, der insgesamt noch wenig geprüft ist, kam bei seinem letzten Start in Neuss zu seinem ersten Sieg, der kaum sein letzter gewesen sein sollte. „Er hat es jetzt im Ausgleich natürlich auch leichter, als in den Altersgewichtsrennen zuvor. Er hat lange gebraucht, um seine Angst abzulegen. Auf Gras sollte er nicht schlechter sein. Was er genau kann, ist noch offen“, sagt der Coach.

Come and fight kehrte aus Irland nach Weilerswist zurück und zeigte auf der Neusser Sandbahn hinter einem überlegenen Sieger gleich einen guten Ansatz. Ihr erster Sieg sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Dann geht sie eventuell in die Zucht nach Coolmore, für die sie mit ihrem tollen Pedigree wie geschaffen ist.

Dubburg zählte zur St. Moritz-Expedition, doch war der Wallach dort nicht glücklich und im letzten Skikjöring-Rennen in einen Zwischenfalls verwickelt, der auch den Trainingsgefährten First Stream betraf. Für den Siebenjährigen, der im Vorjahr ein Verkaufsrennen in Maisons-Laffitte gewinnen konnte, stehen nun Starts auf der Sandbahn in Ghlin auf dem Programm.

Trotz seiner bereits sieben Jahre ist der Irland-Import Town Rebel noch sieglos, was das Management des Wallachs, der in seiner alten Heimat auch Jagdrennen bestritt, natürlich etwas einfacher macht, auch wenn er vielleicht nicht die ganz große Leuchte ist. Sein Trainer glaubt auf jeden Fall, dass er sowohl auf der Flachen, als auch über Sprünge gewinnen kann.

Ein ganz spätes Pferd ist Fleuro, der 2011 auch nur einmal auf der Bahn zu sehen war. Er wurde inzwischen kastriert, braucht auch noch etwas Zeit, wird von seinem Trainer aber als gutes Pferd beschrieben. Sein ein Jahr älterer Bruder Flash Fox konnte 2011 beim ersten und beim letzten Saisonstart gewinnen. Wie sein bekannter Bruder Foreman scheint er im Alter immer besser zu werden, im Handicap könnte es noch weiter nach oben gehen. Dann ist geplant, ihn zum Springen nach England zu schicken.

Winniestar lief zweimal sehr schlecht, was ihre Umgebung etwas überraschte. Beim letzten Start versuchte man es in Neuss daraufhin mit Scheuklappen, doch war auch mit diesem Hilfsmittel keine Steigerung zu erkennen. Vielleicht bekommt sie einen Platz im Südwesten, wo sie in Billigheim im Vorjahr schon einmal gewinnen konnte.

Annakrista startete ihre Dreijährigensaison mit Siegen in Dortmund und München, dann ging es nicht so richtig weiter. Sie hat im Oktober aufgehört, den Winter gut genutzt. Der Trainer glaubt, dass sie ihre Marke kann und auch für kleinere Verkaufsrennen gut ist. In die Zucht wird die Tochter der guten Annabelle es aber wohl nicht schaffen.

Stall Nizzas Andex konnte sich zwar schon beim zweiten Start in Köln aus der Maidenklasse verabschieden, doch im Handicap trat er dann etwas auf der Stelle. Dabei sieht der Spartacus-Sohn immer toll aus. „Eventuell war er noch nicht gefestigt genug. Er sollte aber nachholen können“, glaubt Christian von der Recke. Nach einem nicht unbedingt glücklichen Rennverlauf war Andex am vergangenen Wochenende in Neuss Zweiter.

Im Besitz des Trainers steht Fair Storm, der es in kleinen Handicaps versuchen muss. Das Kurzstrecken-Pferd braucht dazu schnelle Bahn, dann sollte es im Ausgleich IV klappen können. Noch nicht allzu lange im Stall befindet sich die Stute Sacre Fleur, deren Können begrenzt ist. Ihre Dortmunder Form noch unter Regie von Eoghan O‘Neill war jedenfalls schwach.

Sie soll ihre Maidenschaft verlieren, dann wird ihre Handicapmarke entscheiden, ob man mit ihr weitermacht oder sie abgibt. Die wie Sacre Fleur vier Jahre alte Violet‘s Gift fand aus England den Weg in den Recke-Stall. In ihrer alten Heimat kam sie bei fünf Starts zu einem dritten und einem vierten Platz als beste Ausbeute. Die Stute hat viel Zeit gebraucht. Auch bei ihr ist ein Sieg das erste Ziel, danach wird entschieden, was mit ihr weiter geschieht.

Ebenfalls den Jahrgang 2008 vertritt Aspantau, der seinen einzigen Start als Zweijähriger bestritt, damals in einem großen Feld als Sechster ins Ziel kam. „Er zog in England das Pech quasi magisch an, seine Geschwister konnten aber genug. Er soll sich hier hocharbeiten, wobei man natürlich geschickt managen muss“, erklärt sein Betreuer über den Encosta de Lago-Sohn, der als Jährling auf der Auktion einmal 110.000 Guineas kostete und früher von Marcus Tregoning vorbereitet wurde.

Als große Enttäuschung bezeichnet Christian von der Recke Tranquil Waters, der über zwei zweite Plätze, errungen in Honzrath und Mannheim, nicht hinaus kam. Seine beste Form zeigte er eigentlich bei einer Reitjagd. „Vielleicht ist das, das, was er kann“, ist sein Trainer schon etwas frustriert über das letztjährige Abschneiden des Fünfjährigen. Noch nicht lange im Stall ist der ungeprüfte Banyumanik-Sohn Lenndormanik aus der Zucht und dem Besitz von Rolf Reutershan. „Er hat alle Zeit zur Reife erhalten und ist jetzt soweit, langsam anzufangen. Er soll von unten aufgebaut werden, bis jetzt macht er alles mehr als ordentlich“, weiß der Trainer Positives über den Hengst zu berichten.

Eight Keys, der dem ehemaligen Klasse-Amateurreiter Michael Rosport gehört, war in seiner alten Heimat England beim Debüt Zweiter in einem Bumper. Sein erster Deutschlandstart verlief dagegen etwas ernüchternd, als er auf der Sandbahn in Dortmund Letzter wurde. Er hatte nach dem Start Probleme und wird vorsichtig aufgebaut. Da er gut springt, hat er mehrere Möglichkeiten.

Das einstige Gruppe-Pferd First Stream hat nach seiner Rückkehr nach Deutschland für den Stall Saarbrücken 2011 drei Rennen gewonnen. Im Skikjöring in St. Moritz entwickelte der Steher viel Pech. „Jakob Broger, der König des Skikjörings, hat gesagt, dass er der Beste wäre, den er je gefahren hat“, sagt Christian von der Recke. Zurück in Deutschland schnappte sich der Lomitas-Sohn einen Ausgleich III in Neuss mit sieben Längen Vorsprung. In der selben Klasse sollte man ihn auch am Samstag erneut zu beachten haben. Dann geht es für ihn im Südwesten weiter, wobei Starts in Saarbrücken sicher zum Pflichtprogramm des Wallachs gehören.

Die gleichen Farben vertritt der inzwischen bereits neunjährige Bound By Honour, der 2011 zwei Rennen gewinnen konnte, das meiste Geld aber mit seinem zweiten Platz im Mijas Cup auf der gleichnamigen Bahn verdiente. Natürlich wird der Saarbrücken-Spezialist nicht jünger, eventuell sieht man ihn in Verkaufsrennen in Ghlin.

Dafür sollte er immer noch gut genug sein. Adita zeigte als Dreijährige noch nicht viel, doch musste die gut gezogene Stute auch viele Kinderkrankheiten durchmachen. Zudem ist sie auch noch gewachsen. Jetzt sollte sie gestärkt sein und noch etwas nachholen, denn sie sieht nicht aus wie ein Pferd, das im Ausgleich IV stehenbleibt.

Ein sehr interessantes Pferd ist die Selkirk-Tochter Dawariya, die, wie der Name es bereits verrät, aus der Zucht des Aga Khan stammt. Für diesen bestritt die Vierjährige in Irland unter Regie von John Oxx acht Rennen, von denen sie zwei gewinnen konnte. Zuletzt versuchte sie sich in Cork erfolglos in einem Listenrennen. Mit der Stute mit dem Klasse-Pedigree lautet das Ziel dementsprechend natürlich auch Black Type, damit sie ihren Wert für die Zucht steigert. Dort soll sie später Mamool aufsuchen. Zur Zeit macht Dawariya alles mit, der Plan steht soweit also.

Osorios Trial gewann 2011 in Lebach und Sonsbeck, aber dennoch geht bei ihm auf der Flachen nicht viel. Dafür springt er gut genug, um es mit ihm auch in England zu versuchen. Dort wohnt auch sein Besitzer. Magda Lena ist eine Stute, die nur eine Pace geht. Sie wird deshalb nach Irland in den Hindernissport gehen.

Für Peter Vogt läuft Ordensritter, der im Vorjahr sogar im Union-Rennen und im Derby startete, doch blieb er in beiden Prüfungen ohne Möglichkeiten. Im August war für den Samum-Sohn, der damals noch bei Horst Steinmetz stand, die Saison bereits beendet, inzwischen hat man ihn kastriert. „Er hat seine Klasse schon gezeigt und wird nach seiner Kastration und einem langen Winter ruhig aufgebaut“, sagt Ordensritters neuer Betreuer.

Die komplette Stallparade finden Sie in der Sport-Welt Ausgabe Nr. 25.

(09.03.2012)