Top-Story

Endlich Nachwuchs im Jockey-Lager

Die Große Woche in Iffezheim, sie war auch die Woche des deutschen Jockey-Nachwuchses. Vier Siege von Benjamin Clös, zwei von Dennis Wesselmann. Das haben die Besucher auf Deutschlands Top-Rennbahn erfreut registriert und es gab auch reichlich Beifall für die Nachwuchs-Jungs im Rennsattel. Vielleicht schafft endlich einmal wieder jemand den Durchbruch. Es wäre wichtig für diesen Sport, dem die Jockeys mehr denn je fehlen.

(15.09.2001)

Paul Collins: Vom Hindernisreiter zum Top-Agent

Wer bei der diesjährigen Jährlingsauktion in Baden-Baden Geduld bis in die frühen Abendstunden bewiesen hatte, wurde belohnt. Denn er wurde Zeuge eines der spannendsten Bieteduelle deutscher Vollblutgeschichte, gekrönt mit einem neuen Rekord für ein Jährlingspferd. Es bieten keine Unbekannten. Helmut von Finck und das Gestüt Fährhof bemühen sich um die Katalognummer 199. Doch nicht nur dieses beiden, sondern auch ein junger Mann, mit Handy am Ohr. Wer ist dieser Schwarzhaarige, der immer wieder nickt? So lange, bis der Hammer endgültig für ihn gefallen ist.

(15.09.2001)

Der unvergleichliche Oldie Up and Away

Erika Mäder hat die neue Errungenschaft stolz am zweiten Freitag-Renntag der Großen Woche präsentiert. Da baumelte sie doch tatsächlich an ihrem Hals, die so lange ersehnte Perlenkette. Schuld am Geschenk von Besitzer Walter Molitor war ein Pferd, das im deutschen Turf seinesgleichen sucht: Up and Away, der tolle Meilengalopper. Drei Tage zuvor hatte er im Alter von sieben Jahren endlich das geschafft, worauf man mit ihm so lange hingearbeitet hat: den ersten Gruppesieg der Karriere.

(15.09.2001)

Der unterschätzte Jockey Waldemar Hickst

Er wird immer und immer wieder unterschätzt. Das liegt wohl vor allem daran, dass er einen unorthodoxen Reitstil pflegt. Waldemar Hickst sitzt anders auf dem Pferd als die meisten Jockey-Kollegen. Oder: es sieht zumindest so aus. Die Erfolge sind indes beachtlich: 517 Siege hat Hickst bis dato im Rennsattel errungen, 24 waren es bis Mitte Juli bereits in der Saison 2001. Waldemar Hickst: das ist der unterschätzte Jockey auf Deutschlands Rennbahnen.

(15.08.2001)

Der Kuss vom Rücken von Samum

"Noch ist es ein Wind, jetzt ist es ein Sturm und nun ist es ein Tornado. Samum kommt", donnerte die Stimme Manfred Chapmans durch die Lautsprecher. Der Hengst siegte, gewann das erste World Series-Rennen auf deutschem Boden. Andrasch Starke ließ sich auf dem Rücken des Fuchses feiern, streckte die Faust in den Himmel. Dann der Handkuss in die Menge. Ein Handkuss für knapp 30.000 Turfbegeisterte, könnte man meinen. Weit gefehlt. Denn dieser Kuss galt nur ihr: Anja Altenburger (Foto: rechts). Der Frau an der Seite des Champion.

(15.08.2001)

Nachtwache vor der Box des Derbysiegers

Es ist die Nacht vor dem wichtigsten Pferderennen des Jahres. Die Nacht von Samstag auf Sonntag, auf jenen ersten im Juli. Den wichtigsten Tag im Leben eines Vollblüters. Vor der Box eines Fuchshengstes liegt eine Decke ausgebreitet, das Kopfkissen ist mit Stroh unterlegt. Um 5. 15 Uhr weckt der Vierbeiner seinen Bewacher, hat Hunger. Das Nachtlager wird kurz verlassen, eine Lage Heu in die Box gebracht. Dann noch einmal eine gute Stunde Schlaf. Zeit zu träumen, zu träumen von einem großen Tag.

(15.07.2001)

Britannias Derby-Doppel mit Alpenblick

Sie genießt den Blick auf den Starnberger See. Und auf die Alpen. Sie tummelt sich in malerischer Landschaft auf einer Koppel des Gestüts Ammerland mit ihrer Tochter Bougainvillea und Margie's Gold. Und sie freut sich sichtlich ihres Lebens. Obwohl am 1. Juli irgendetwas anders war als sonst. Warum nur kam an diesem Tag, noch dazu an einem Sonntag, das Essen später als üblich? Wenn Pferde sprechen könnten, hätte es Protest gegeben. So blieb nur das Warten auf die tägliche Ration Futter. Es war 18 Uhr, als mit einer Stunde Verspätung aufgetischt wurde.

(15.07.2001)

Fanelsas Großeinsatz in Bad Harzburg

Deutschlands Turf lebt auch von seinen Meetings. Das Frühjahrs-Meeting und die Große Woche in Iffezheim vor den Toren Badens und die Derby-Woche in Hamburg – es sind Pflichtveranstaltungen dieses Sports. Jetzt rüstet man zu zwei Rennwochen, die bei Publikum und Aktiven längst auch einen großen Stellenwert genießen: Bad Harzburg (ab 12. Juli) und, etwas später, Bad Doberan (ab dem 1. August).

(15.07.2001)

Schiergens Warten auf den Derbysieg

Als Jockey war Peter Schiergen im Rennen um das Blaue Band nicht weniger als drei Mal Zweiter: mit Natiello, Monsun und Surako landete Schiergen in Horn zwar auf dem Treppchen, aber nicht auf der Champagner-Stufe mit der großen Eins. Auch als Trainer glückte bisher kein Derbysieg. Nicht mit Tiger Hill und auch nicht mit Sumitas. Das soll bald anders sein, das Derby die Tröphäen-Sammlung des Jockey-Europarekordlers bereichern. Boreal, Iberus und vielleicht Wellington Hall bilden Schiergens Troika im Rennen des Jahres.

(15.06.2001)

Der Titelverteidiger und seine Derby-Analyse

Im letzten Jahr hat Andreas Schütz den Hattrick geschafft. Er sattelte die drei Erstplatzierten des BMW 131. Deutschen Derbys und mit Samum den eindrucksvollsten Gewinner der letzten Jahre. Den ersten Derbysieg erzielte der Kölner Trainer schon im Jahr 1998 mit Robertico. In diesem Jahr ist Schütz mit einem Trio vertreten, schickt Limerick Boy, Pryor und Goethe nach Horn. Limerick Boy ist das heißeste Eisen, das Schütz im Feuer hat, aber vor allem Pryor sollte nicht unterschätzt werden.

(15.06.2001)

Seiten